Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erfolgt in der Bundesrepublik Deutschland nach konkreten gesetzlichen Vorgaben. Diese sind für Zahnärzte und Zahnmedizinische Fachangestellte nicht identisch.

Fachkundebescheinigungen Röntgen

Hier finden Sie Informationen zur Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte mit ausländischem Examen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Röntgenstelle (Zahnärztliche Stelle NRW) der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.

Anerkennung ausländischer zahnärztlicher Berufsqualifikationen

Für die Tätigkeit als Zahnarzt / Zahnärztin in Deutschland ist die Erteilung einer Approbation erforderlich. Ein entsprechender Antrag muss bei der örtlich zuständigen Bezirksregierung als Approbationsbehörde gestellt werden. Diese prüft sodann die Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit dem deutschen Staatsexamen in Zahnmedizin. Soweit erforderlich, werden zum weiteren Nachweis der Gleichwertigkeit Prüfungen bei der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt.

Zum Anerkennungsverfahren für Zahnärzte:

Bei einem in einem Mitgliedsstaat der EU abgeschlossenen Studium wird die Gleichwertigkeit grundsätzlich automatisch anerkannt. Kommt dies nicht in Betracht – etwa, weil das Studium vor dem EU-Beitritt des jeweiligen Landes abgeschlossen wurde –, prüft die Approbationsbehörde, ob wesentliche Unterschiede gegenüber einer inländischen Ausbildung bestehen, die auch nicht durch die bisherige Berufserfahrung ausgeglichen wurden. In dem Fall muss der Zahnarzt in einer "Eignungsprüfung" nachweisen, dass er über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Ausübung des zahnärztlichen Berufs erforderlich sind. Die Eignungsprüfung ist auf die von der Approbationsbehörde festgestellten Defizite beschränkt (daher auch "Defizitprüfung") und wird vor einer Kommission der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe abgelegt.

Eine solche Eignungsprüfung über festgestellte Defizite erfolgt auch, wenn ein Studium zwar außerhalb der EU absolviert wurde ("Drittland"), ein anderer EU-Staat die Ausbildung jedoch bereits anerkannt hat.

Ist eine solche Anerkennung eines "Drittland"-Studiums noch nicht erfolgt und stellt die Approbationsbehörde fest, dass dieses aufgrund wesentlicher Unterschiede nicht gleichwertig mit einer inländischen Ausbildung ist, müssen die Antragsteller in einer Prüfung einen gleichwertigen Kenntnisstand nachweisen. Diese "Kenntnisprüfung" orientiert sich an den Inhalten der deutschen Abschlussprüfung im Fach Zahnmedizin und wird ebenfalls vor einer Kommission der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe abgelegt.

Ansprechpartner für das Approbationsverfahren ist die Zentrale Anerkennungsstelle für approbierte Gesundheitsberufe  der Bezirksregierung Münster. Kontakt: zag@brms.nrw.de

Fachsprachprüfung

Die zahnärztliche Approbation kann in Deutschland nur dann erteilt werden, wenn der Antragsteller über die „für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt". Das schreibt das Zahnheilkundegesetz (ZHG) in § 2 Abs. 1 Nr. 5 vor.

Grund: Zahnärzte müssen ihre Patienten verstehen und sich so fließend verständigen können, dass sie in der Lage sind, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten sowie deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können. Außerdem müssen Sie sich fachgerecht mit anderen Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe verständigen können, insbesondere damit Missverständnisse sowie hierauf beruhende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind. Hinzu kommt die Notwendigkeit, sich schriftlich fachsprachlich ausdrücken zu können.

Die Landesregierung NRW hat den Zahnärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe die Durchführung von Fachsprachprüfungen übertragen. Dabei wird die mündliche Verständigung ebenso überprüft wie die Fähigkeit, sich schriftlich auszudrücken.

Die Fachsprachprüfung ist Bestandteil des Approbationsverfahrens, für das die Bezirksregierungen zuständig sind. Diese prüfen, ob die Fachsprachprüfung im Einzelfall erforderlich ist und „überweist" die Antragsteller sodann an die Kammer.

Ansprechpartner für das Approbationsverfahren ist die Zentrale Anerkennungsstelle für approbierte Gesundheitsberufe  der Bezirksregierung Münster. Kontakt: zag@brms.nrw.de