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In der "Agenda Mundgesundheit" bündeln KZBV und Kassenzahnärztliche Vereinigungen ihre politischen Forderungen im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 und legen die Versorgungsziele der Vertragszahnärzteschaft für die kommenden Jahre fest.

Darin wird als langfristiges Hauptziel formuliert, dass die Menschen in Deutschland auch bei steigender Lebenserwartung und erhöhtem individuellem Erkrankungsrisiko ihre natürlichen Zähne bis ans Lebensende gesund erhalten können sollen. Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, soll die Präventionsstrategie, die bei Kindern und Jugendlichen so erfolgreich war, auf alle Lebensphasen ausgedehnt werden. Dabei soll der Patient mit seinem Betreuungsbedarf im Zentrum allen zahnärztlichen Handelns stehen.

Die Vertragszahnärzteschaft will verbliebene Versorgungslücken frühzeitig erkennen und schließen. Die frühkindliche Karies nimmt zu. Deswegen soll die zahnmedizinische Betreuung bereits bei den jüngsten Patienten intensiviert werden. Bereits die Hälfte aller Kariesfälle, die bei der Einschulung festgestellt werden, entsteht schon in den ersten drei Lebensjahren. Deshalb soll bis zum nächsten Jahr ein Konzept zur systematischen zahnärztlichen Betreuung vom ersten Milchzahn an entwickelt werden.

Das Papier skizziert zugleich auch Lösungen zum Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und den vor allem bei älteren Patienten auftretenden zahnmedizinischen Problemen. Eine präventiv ausgerichtete Betreuung soll die Früherkennung der weit verbreiteten Parodontalerkrankungen verbessern und eine risikoorientierte Nachsorge sichern.

Immer mehr Menschen können aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder Behinderung keine eigenverantwortliche Mundhygiene mehr betreiben beziehungsweise nicht mehr in die Zahnarztpraxis kommen. Aufbauend auf das bereits im Jahr 2010 gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer und der Wissenschaft unter dem Titel Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter vorgestellte Versorgungskonzept formuliert die "Agenda Mundgesundheit" den weiteren Handlungsbedarf im Bereich der Alters- und Behindertenzahnmedizin. Auch wenn der Gesetzgeber erste Schritte zur Umsetzung des Versorgungskonzeptes unternommen hat, fehlt bislang ein systematisches Präventionsmanagement für die Betroffenen in der GKV. Sie brauchen aber spezifische, ihren Bedürfnissen angepasste Betreuungsleistungen.

Die "Agenda Mundgesundheit" formuliert aber auch Positionen zu anderen zentralen Punkten der Gesundheitsversorgung wie Versorgungsqualität, Wettbewerb oder Telematik.

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