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Service-Hotline: 0251/507-660

Mo.- Mi. 8:30-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr,
Do. 8.30 - 12.00 Uhr, 14.00 -15.00 Uhr,
Fr. 8.30 -12.00 Uhr

Allgemeines

Allgemeine Hinweise zum Coronavirus (SARS-CoV-2) finden Sie auf den Seiten des Robert Koch Instituts.
Auch für uns ist dies eine nicht planbare Ausnahmesituation. Gesicherte Informationen stellen wir umgehend auf dieser Website bereit.

Wir bitten darum, sich zunächst über diese Quellen zu informieren, um die Service-Hotlines nicht zu überlasten.

E-Mail: corona@zahnaerzte-wl.de

Kontakt ZÄKWL: Service-Hotline: 0251/507-660
Kontakt KZVWL: Für Aspekte zur Sicherstellung der Versorgung und darüber hinaus wenden Sie sich bitte an die Hotline: 0251/507-300.

Aktuelle Informationen

Aktuelle Meldungen

 

ZÄKWL 26.04.: Bescheinigung zur Vorlage bei Ausgangssperren
Eine Mustervorlage finden SIe hier.

ZÄKWL / KZVWL 19.04: Testangebotspflicht für Unternehmen und Praxen - Kostenlose Beschäftigtentestung mit Testnachweis
Die Bundesregierung hat mit der Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung eine Testangebotspflicht für Unternehmen und Praxen beschlossen. Die Änderung wurde am 14. April veröffentlicht und tritt am 20.04.2021 in Kraft. Sie ist zunächst gültig bis zum 30.06.2021. Auf dieser Rechtsgrundlage sind auch Beschäftigten in Zahnarztpraxen mit direktem Patientenkontakt zwei Corona-Schnelltests pro Woche anzubieten. Weitere Informationen finden SIe im gem. Rundschreiben.

MAGS 06.04.: Informationen zur Corona-Schutzimpfung - Ablauf: Vom Termin bis zur Impfung
Kurz nach Weihnachten 2020 haben die Impfungen gegen das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen begonnen – zunächst in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern. Seit 8. Februar 2021 sind die landesweit 53 Impfzentren geöffnet. Wer jetzt impfberechtigt ist und wie die Corona-Schutzimpfung abläuft, lesen Sie hier.

ZÄKWL 25.03.: Informationen übers Impfen gegen Covid-19
Die Corona-Schutzimpfung ebnet uns allen den Weg aus der Pandemie. Das Ziel der Bundesregierung steht: Jede und jeder Impfwillige soll bis Ende September eine Erstimpfung erhalten. Je mehr Menschen geimpft werden, desto weniger Wirte findet das Virus und umso schwerer sind die Bedingungen für die Ausbreitung des Virus.
Inzwischen werden allen Praxen sukzessive Impfangebote gemacht. Dies gilt nicht nur für Zahnärztinnen und Zahnärzte, sondern insbesondere auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nachdem die Impfungen mit AstraZeneca wieder aufgenommen worden sind, weil die WHO und die europäische Arzneimittelkommission eine klare Aussage zur weiteren Verwendung von AstraZeneca gemacht haben, möchte wir Ihnen Hinweise auf seriöse Informationen zur Wirksamkeit und Sicherheit dieses Impfstoffes geben.
Sehenswert: Wie sicher ist AstraZeneca?
Die Wirtschaftsjournalistin, Autorin und Youtuberin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim hat auf ihrem Youtube-Channel Informationen über den Impfstopf AstraZeneca verständlich aufbereitet: https://www.youtube.com/watch?v=oBLQmE-nG60

ZÄKWL 19.03.: Verlängerung der Hygienepauschale 3010a bis 30.06.2021
Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und Beihilfeträger haben sich darauf geeinigt, die zuletzt bis zum 31.03.2021 befristete Abrechnung/Erstattung der Hygienepauschale nochmals um drei Monate zu verlängern. Es kann daher bis zum 30.06.2021 weiterhin die 3010a zum 1,0fachen Steigerungssatz (6,19 €) bei privatversicherten Patienten direkt je Sitzung angesetzt werden. Weitere Informationen sind dem GOZ-direkt zu entnehmen.

ZÄKWL 16.03.: Aktuelle branchenübergreifende Begehungen durch die Bezirksregierungen:  e-pms erweitert
Wie in anderen Bundesländern hat es in NRW in den letzten Monaten in Arbeitsstätten Ausbrüche von Corona gegeben, somit betrifft die Verbreitung des Virus auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz. Der NRW-Arbeitsminister hat daher erlassen, dass alle Betriebe in NRW „branchenübergreifend“ auf die Einhaltung der Corona-Arbeitsschutz-Verordnung überwacht werden. Hierunter fallen auch die Zahnarztpraxen, wenngleich sie nicht den Überwachungsschwerpunkt bilden. Geprüft wird u.a., ob eine Abstandsregelung vorhanden ist, ggf. alternative Schutzmaßnahmen bei Nichteinhaltbarkeit (Masken), die Beachtung der allgemeinen Hygiene, arbeitsmedizinische Vorsorge unter Berücksichtigung der aktuellen Situation. (Halten Sie auch Ihre Röntgenunterlagen bereit). Inzwischen richtet sich der Überwachungsfokus auf die Gefährdungsbeurteilung.Die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe hatte bereits die entsprechende Gefährdungsbeurteilung in e-pms um das Kapitel Pandemie (Corona) erweitert und ergänzt. Diese ist für alle BuS- Dienst Teilnehmer frei zugänglich. Den Zugang zur Gefährdungsbeurteilung finden Sie in der elektronischen Praxismanagement Software (e-pms) der Kammer. Weitere Informationen sind dem Rundschreiben zu entnehmen.

ZÄKWL 16.03.: Teststrukturverordnung (TestV) in Kraft getreten
Bürger und Bürgerinnen können sich mindestens einmal die Woche testen lassen. Seit Kurzem ist das in NRW auch in speziellen Testzentren möglich. Vor dem Hintergrund der TestV besteht die Möglichkeit für (Zahn)Ärzte und Apotheken nach Beauftragung durch das Gesundheitsamt, Testungen asymptomatischer Personen in ihren Praxen anzubieten und durchzuführen. Dabei gilt es gewisse Mindeststandards, bezüglich anzubietender Wochenstunden und räumlicher Trennung vom Praxisbetrieb einzuhalten, die Sie bitte bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt erfragen wollen. Weitere Informationen sind dem Rundschreiben und der Webseite zu entnehmen.


ZÄKWL / KZVWL 04.03: Kammer und KZVWL vergeben keine Impftermine
Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmal darauf hin, dass Kammer und KZVWL keine Impftermine vergeben. Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich über die zuständigen Stellen der Regionen oder über die kostenlose Telefonnr.: 0800 116 117 02. Weitere Informationen gibt online unter  https://www.corona-kvwl.de/impftermin  

ZÄKWL / KZVWL 02.03.:Impfangebot für Zahnärzte und Praxismitarbeiter
Im aktuellen Impferlass zur Impfpriorisierung hat das Ministerium mitgeteilt, dass, wenn allen Praxen der Priorisierungsgruppe 1 ein Impfangebot gemacht wurde, allen anderen (Zahn-) Ärzt:innen und deren Mitarbeiter:innen auch sukzessive ein Impfangebot unterbreitet werden soll. Damit ist der Übergang zur Impfung der Prioritätsstufe 2 eingeleitet worden. Der Bearbeitungsstand ist dabei regional  allerdings noch sehr unterschiedlich. Die Terminvergabe läuft über die zuständigen Stellen der Regionen. Zahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe stehen aktuell in engem Kontakt mit den Kreisen/Städten bzw. den dort zuständigen Stellen.Weitere Informationen sind dem gemeinsamen Rundschreiben zu entnehmen.

ZÄKWL / KZVWL 26.02.:  Impfungen für Zahnarztpraxen
Dieses Anschreiben richten wir ausschließlich an diejenigen Zahnarztpraxen, die gemäß der Corona-Impfverordnung der Bundesregierung in die Impfpriorität 2 eingestuft wurden. Um einen zügigen Übergang von der Impfung der ersten Gruppe zur zweiten Priorität zu gewährleisten, haben wir den verantwortlichen Kreisen und kreisfreien Städten eine Übersicht sämtlicher Praxen dieser Prioritätengruppe inklusive der geschätzten Anzahl an Praxismitarbeitern aufbereitet zukommen lassen und um Mitteilung des vorgesehenen Verfahrens gebeten, damit wir Sie ebenfalls auf dem Laufenden halten können. Das Anschreiben finden Sie hier.

ZÄKWL 19.02.:  Ab Montag, 22.02. können ZFA-Azubis der Oberstufe wieder beschult werden; Unterricht für Unter- und Mittelstufe findet weiter als Distanzunterricht statt.
Die ZFA-Auszubildenden in der Oberstufe (3. Ausbildungsjahr) der Berufskollegs können gem. aktueller Regelung des Ministeriums für Schule und Bildung NRW ab 22.02.2021 im erforderlichen Umfang wieder im Präsenzunterricht beschult werden. Dieser kann auch in Form eines Blended Learning-/Hybridunterrichts (wechselweise ein Teil der Klasse in Präsenz, ein Teil in Distanz) oder in rhythmisiertem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, z. B. in wöchentlichem Wechsel für die ganze Klasse, erfolgen. Der Präsenzunterricht ist i.d.R. drei Wochen vor dem Prüfungstermin zu beenden und in Distanzform weiterzuführen; ergo bei uns schon ab Anfang März 2021. Die ZFA-Auszubildenden in der Unter- und Mittelstufe erhalten weiterhin einen Distanzunterricht. Zwischen- und Abschlussprüfungen finden wie geplant statt.

BMG 17.02: Fragen und Antworten zur Coronavirus-Impfverordnung
Kürzlich ist die neue Impfverordnung in Kraft getreten. Sie folgt den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und berücksichtigt erste Erfahrungen aus der Impfkampagne. Außerdem regelt sie den Einsatz des kürzlich zugelassenen Impfstoffs von AstraZeneca, der nach den Empfehlungen der STIKO für Personen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen wird. Fragen und Antworten zur Coronavirus-Impfverordnung finden Sie hier.

ZÄKWL 16.02.: Stichprobenartige Überwachung von Betrieben durch die Bezirksregierung
Die Bezirksregierungen überprüfen in Betrieben aktuell stichprobenartig die Einhaltung der Hygienevorgaben nach der Corona-Schutzverordnung NRW. Unserem Kenntnisstand entsprechend gilt dies branchenübergreifend und bezieht sich nicht ausschließlich auf Arzt- bzw. Zahnarztpraxen. Schwerpunkte der Prüfungen sind die notwendigen Schutzmaßnahmen inkl. Verwendung der adäquaten Schutzausrüstung. Die Überprüfung wird vom Dezernat 55/56, Technischer und betrieblicher Arbeitsschutz, das auch für den Strahlenschutz zuständig ist, übernommen. Sie sind demnach gut beraten, auch Ihre Röntgendokumentation griffbereit zu haben.Weitere Informationen finden Sie hier.

KZVWL / ZÄKWL 08.02.: Sonderinformation zum Erlass des MAGS im Rahmen der Impfpriorisierung von in Pflegeeinrichtungen und Notfallpraxen tätigen Zahnärzten
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat am 5. Februar einen Erlass dazu herausgegeben, der die von KZVWL und Kammer vorgetragene Position in dem Punkt der Priorisierung der regelmäßig in den Pflegeeinrichtungen tätigen Praxen und der Covid-Notfallpraxen jetzt auch offiziell schriftlich bestätigt und weitere Konkretisierungen über die Abläufe enthält. Die darunter fallenden Praxen wurden bereits von uns informiert. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Sonderrundschreiben.
Den für die Zahnärzteschaft relevanten Auszug aus dem Erlass finden Sie hier.

MAGS 05.02.:Erlass zur Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19
Fortschreibung des Erlasses vom 4. Dezember 2020 in der Fassung vom 29. Januar 2021

ZÄKWL / KZVWL 02.02.: Sicherer Zahnarztbesuch auch in Corona-Zeiten
In den Zeiten des Lockdowns sind viele Patienten nach wie vor verunsichert, was den Besuch von Zahnarzt- und Arztpraxen betrifft. Deshalb appellieren die Zahnärztekammer (ZÄKWL) und Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL) erneut an alle Patienten, im eigenen Interesse, Zahnarztbesuche wahrzunehmen, und bekräftigen: Ein Zahnarztbesuch ist auch in Corona-Zeiten sicher. Hier gelangen Sie zur Pressemeldung.

BZÄK 01.02.: Aktualisierung der Informationen zum Corona-Test
Auf den Sonderseiten der BZÄK zum Coronavirus ist der Bereich Corona-Test überarbeitet worden.

ZÄKWL 01.02.:Azubi-Prüfungen sollen wie geplant stattfinden
Aufgrund der aktuellen Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen können bis zum 14. Februar 2021 keine Kurse/Veranstaltungen in Präsenzform in unserer Akademie stattfinden. Alle Teilnehmenden sind bereits über Ersatztermine (oder ggf. über Online-Alternativen) informiert.  Auch in den Berufskollegs findet der Unterricht aktuell nur online (Distanz-Lernen) statt, für den allerdings die Auszubildenden von ihrer Arbeit freizustellen sind.
Grundsätzlich sollen die anstehenden Prüfungen, insbesondere die ZFA-Zwischenprüfung am 24.02.2021 und der schriftliche Teil der ZFA-Abschlussprüfung am 24. und 26.03.2021 wie geplant stattfinden.Falls es jedoch zu Verlegungen kommen muss, informieren wir alle Prüflinge rechtzeitig. Eine Nachfrage, ob eine Prüfung stattfindet oder nicht ist daher nicht erforderlich!

ZÄKWL 28.01.: Neues Praxisschild - Zutritt nur mit medizinischer Maske
Die Corona-Schutzverordnung NRW wurde hinsichtlich der Maskenpflicht in Arztpraxen, Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln nochmals verschärft. Demnach gilt die Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken für Patienten. Wir empfehlen folgendes Schild vor der Praxistür aufzuhängen. Das Schild ist auch in unterschiedlichen  Sprachen verfügbar.

KVWL / KVNO 25.01.: Hotline und Webseiten für Buchung der Impftermine überlastet – KVen in NRW bitten um Geduld und spätere Terminbuchung
Extrem hohe Zugriffszahlen auf die Webseiten zur Buchung einer Corona-Impfung und ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 führen aktuell zu erheblichen Verzögerungen bei der Terminbuchung für die über 80-jährigen Impfberechtigten in NRW, dies bedeutet längere Wartezeiten bei Anrufen und Verzögerungen sowohl beim Aufrufen der Webseiten als auch bei der Bestätigung von Terminen per E-Mail. Die KVen arbeiten unter Hochdruck an der Behebung der Engpässe und bitten mit Blick auf die derzeitige Systemauslastung alle, die einen Termin buchen möchten, um Geduld. Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Weitere Informationen sind der Pressemeldung zu entnehmen.

MKFFI 21.01.: Erweiterung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld - Auch freiwillig gesetzlich Versicherte, Privatversicherte und Freiberufler bekommen nun zusätzliche Kinderkrankentage.
Für Personengruppen, die keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld gem. § 45 SGB V oder vergleichbare Leistungen haben, wurde ein besonderes Programm zur "Betreuungsentschädigung" geschaffen. Voraussetzung ist, dass ein Kind unter 12 Jahren häuslich betreut wird. Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, ist unschädlich. Beantragt werden können bis zu 10 Tage Verdienstausfallentschädigung pro Kind (Alleinerziehende 20 Tage). Der Tagessatz orientiert sich an den Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz und beträgt pauschal 92 Euro. Anträge können ab Feb. bei den Bezirksregierungen gestellt werden.
Weitere Informationen gibt es hier.

KVWL / KVNO 21.01.: Terminvergabe für Corona-Impfungen startet wie geplant am 25. Januar
Angesichts reduzierter Lieferkapazitäten von BioNTech sah sich das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch, 20.01., zu einer kurzfristigen Planänderung bei der Verteilung des Impfstoffs und der Eröffnung der Impfzentren veranlasst. Die 53 Impfzentren in NRW starten am 8. Februar und damit eine Woche später als ursprünglich vorgesehen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe weisen darauf hin, dass der verzögerte Start in den Impfzentren auch Auswirkungen auf die Zahl verfügbarer Impftermine haben wird. Wie viele Termine angeboten werden können, hängt direkt von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab. Die Terminvergabe für alle Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahre beginnt ungeachtet dessen am kommenden Montag (25. Januar, 8 Uhr). Weitere Informationen sind der Pressemeldung zu entnehmen.

ZÄKWL / KZVWL 20.01.: Impfpriorisierung für Zahnärzte und ihre Mitarbeiter
Zum Jahresbeginn haben wir Sie darüber informiert, dass die zahnärztlichen Praxen nach der Corona-Impfverordnung der 2. Prioritätengruppe zugeordnet wurden.
Diese Zuordnung ist nunmehr geändert worden. Seit dem 15.01.2021 liegt ein Positionspapier von Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vor, wonach sich das Bundesministerium für Gesundheit dahingehend geäußert hat, dass Zentren bzw. Schwerpunktpraxen zur Behandlung COVID-19-erkrankter Patienten und diejenigen Zahnärzte, die Alten- und Pflegeheime aufsuchen, in die 1. Prioritätengruppe gemäß § 2 der Corona-Impfverordnung eingestuft werden. Details sind dem gemeinsamen Rundschreiben zu entnehmen.

BZÄK 18.01.: Aktualisierung der Informationen zur Corona-Impfverordnung
Zusammenfassendes Positionspapier von BZÄK, KZBV, DGZMK „Prioritätengruppen bzgl. Impfreihenfolge gemäß Corona-Impfverordnung“ ergänzt um Klarstellung des BMG zu Zahnärzten in Pflegeeinrichtungen und Schwerpunktpraxen (Impfgruppe 1). Diese Informationen wurden aktualisiert.

BZÄK 16.01: Neue Coronavirus-Testverordnung des BMG - Zahnärzte nur im Auftrag des öffentlichen Gesundheitsdienstes zu Testungen ermächtigt
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Coronavirus-Testverordnung vom 30. November 2020 erneut geändert. Mit der Änderung wurde der Kreis der zur Testung berechtigten Leistungserbringer, wie Arztpraxen und von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebene Testzentren, u.a. um Zahnärzte bzw. ärztlich und zahnärztlich geführte Einrichtungen erweitert. Die Berechtigung zur Testung durch einen Zahnarzt setzt jedoch eine entsprechende Beauftragung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) voraus. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) weist angesichts anderslautender Presseberichte darauf hin, dass es Zahnärzten ohne einen entsprechenden Auftrag durch den ÖGD weiterhin nicht möglich ist, Patienten mittels Antigen- oder PCR-Test auf das Corona-Virus zu testen. Davon unberührt bleibt die Testung des Praxispersonals mittels PoC-Antigen-Test durch den Zahnarzt auch weiterhin möglich.

KVWL 15.01.: Warnung vor aktueller Betrugsmasche
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) weist darauf hin, dass im Zuge der bevorstehenden Terminvergabe für die Corona-Impfung niemand angerufen und auch niemand mit Besuchen beauftragt wird. In den vergangenen Tagen habe es anscheinend verschiedenen Betrugsversuche in diese Richtung gegeben. Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Pressemeldung.

BMG 12.01.: Eltern haben länger Anspruch auf Kinderkrankengeld
Gesetzlich versicherte Eltern können im Jahr 2021 pro Kind und Elternteil 20 statt 10 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 45 Tage. Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder KiTas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten könnten. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Tage pro Kind und Elternteil, maximal bei mehreren Kindern auf 90 Tage. Diese neue Regelung gilt rückwirkend ab 5. Januar. Weitere Informationen sind der Pressemeldung zu entnehmen.

ZÄKWL / KZVWL 11.01.: Ergänzung zur aktuellen Information Nr. 31 zum Corona-SARS-CoV-2
Am vergangenen Freitag hatten wir Sie über die Impfpriorisierung  für unsere Berufsgruppe gemäß amtlicher Impfverordnung informiert. Danach sind wir in der 2. Prioritätengruppe vorgesehen. Um bereits jetzt den regionalen Impfzentren zur logistischen Einteilung einen möglichst präzisen Gesamtbedarf mitzuteilen, hatte die Zahnärztekammer die Entwicklung und Versendung eines anonymen Fragebogens angekündigt, um die Anzahl der Beschäftigten und zur Impfung Berechtigten vor Ort erheben zu können. Weitere Informationen sind dem Rundschreiben zu entnehmen.

ZÄKWL/KZVWL 08.01.: Impfpriorisierung für Zahnärzte und Mitarbeiter
Derzeit beginnen die Impfungen gegen das Virus und es stellt sich die Frage, wann unsere Mitarbeiter in den Praxen und wir an der Reihe sind, geimpft zu werden. Das gemeinsame Positionspapier von KZBV und BZÄK wurde kürzlich veröffentlicht. Danach sind unsere Praxen grundsätzlich der 2. Prioritätengruppe zuzuordnen. Der weitere konkrete zeitliche Ablauf ist für uns derzeit nicht absehbar aufgrund der auch aus den Medien bekannten Unwägbarkeiten wie dem Impfstoffangebot und den organisatorischen Problemen bei der Umsetzung in den Impfzentren. Weitere Informationen sind dem gemeinsamen Rundschreiben von Kammer und KZVWL zu entnehmen.

BZÄK 06.01.: Corona-Impfverordnung
Zahnärzte und ihre Teams sind in die zweite Prioritätengruppe der Impfverordnung eingeordnet worden, gleichauf mit niedergelassenen Ärzten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

ZÄKWL 17.12.: Verlängerung der Hygienepauschale 3010a bis 31. März 2021
Bis zum 31. März kann weiterhin die 3010a zum 1,0fachen Steigerungssatz (6,19 €) bei privatversicherten Patienten direkt je Sitzung angesetzt werden. Der GOZ-Direkt informiert entsprechend. 

ZÄKWL/KZVWL 15.12: Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2
Ab dem 16.12 werden die Lockdown-Maßnahmen auf Grund der Covid19-Infektion verschärft. Was bedeutet das für die Zahnarztpraxen? In dem aktuellen gemeinsamen Infobrief-Direkt von ZÄKWL und KZVWL finden Sie weitere Informationen.

ZÄKWL/KZVWL 11.12: Vertrauen der Patienten stärken - digitale Vorlagen für die Zahnarztpraxis
Die Körperschaften in Westfalen-Lippe möchten alle Zahnarztpraxen dabei unterstützen, das Vertrauen Ihrer Patienten in den sicheren Zahnarztbesuch zu stärken. Gerade im Frühjahr gab es viel Verunsicherung bei den Patienten, der wir gemeinsam mit Ihnen mit viel Kommunikation und zusätzlichen Hygienemaßnahmen entgegengewirkt haben. Als dann die WHO undifferenziert aber sehr medienwirksam von Zahnarztbesuchen abriet, stieg die Welle der Verunsicherung wieder an. Wir möchten die Praxen einbeziehen, welche die Aufklärungsarbeit gerne unterstützen möchten. Daher haben wir gemeinsam einige digitale Materialien entwickelt, die Sie in der Praxis einsetzen können. Die digitalen Vorlagen enthalten die wichtigsten Informationen zum Zahnarztbesuch und werden von uns allen Praxen kostenfrei zum Download zur Verfügung gestellt.

MAGS 01.12.: Neue Quarantäneverordnung ab 1. Dezember 2020
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat eine neue Quarantäneverordnung erlassen, mit der für bestimmte Personengruppen eine automatische Quarantäne angeordnet wird.  Eine Anordnung/ schriftliche Mitteilung durch die zuständigen Behörden, die für einen Erstattungsanspruch nach § 56 IfSG vorgelegt werden musste, erfolgt in vielen Fällen nicht mehr, da mit der neuen Quarantäneverordnung für bestimmte Personengruppen eine automatische Quarantäne angeordnet wird. Diese Regelung der automatischen Quarantäne entfaltet die gleiche rechtliche Wirkung wie die individuellen Quarantäneanordnungen durch die Behörden, einschließlich des Anspruchs auf Lohnersatz nach § 56 IfSG. Die Verordnung ist hier abrufbar.

RKI 24.11.: Können Luftreinigungsgeräte bzw. mobile Luftdesinfektionsgeräte andere Hygienemaßnahmen ersetzen?
Gegenwärtig werden als mögliche Maßnahme unterschiedlichste (mobile) Geräte angeboten, welche eine Reinigung bzw. eine Desinfektion der Raumluft erwirken sollen.
Das RKI betont in diesem Zusammenhang das selbst eine effiziente Abreicherung (Reduzierung) von Aerosolen in der Raumluft das Risiko einer Übertragung im Nahfeld, z.B. bei face-to-face Kontakt bei einem Abstand von < 1,5 m nicht effektiv verringern kann. Darüber hinaus sind einige wichtige Fragen noch ungelöst, wie z.B. die tatsächliche Wirksamkeit bei der praktischen Anwendung, die gesundheitliche Unbedenklichkeit der eingesetzten Substanzen bzw. Verfahren oder die ausreichende Verteilung eines desinfizierenden Agens bzw. der gefilterten/desinfizierten Luft im gesamten Raum.
Die Annahme, dass bei Einsatz eines bestimmten Gerätes innerhalb eines Raumes auf weitere Maßnahmen z.B. die Einhaltung von Abstandsregeln oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden kann, ist falsch. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Einsatz solcher Geräte nicht zu einem Gefühl der „falschen Sicherheit“ führt, und dass die empfohlenen infektionspräventiven Maßnahmen (AHA+L-Regel) weiterhin befolgt werden.Weitere Informationen zu den verschiedenen Techniken und Konzepten, z.B. dem Einsatz von Luftfiltern bzw. Vernebelungs- oder Strahlungstechniken, sowie zur Effizienz des Luftaustausches sind u.a. in der Stellungnahme "Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren" des Umweltbundesamtes (UBA) zu finden.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

KZVWL 19.11.: Corona-Testungen durch Zahnarztpraxen
Nach anfänglichen Unklarheiten ist nun bestätigt, dass auch Vertragszahnärzte in bestimmten Einzelfällen Testungen vornehmen können. Die Zahnarztpraxen in Westfalen-Lippe können die Testkosten direkt mit der KZVWL abrechnen. Wie das geht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, erklärt dieses Rundschreiben.

KZBV, BZÄK, DGZMK 16.11.: Zahnärztliche Versorgung muss erhalten bleiben
Angesichts der erneuten dynamischen Zunahme des Infektionsgeschehens und des Teil-Lockdowns in Deutschland haben die drei Spitzenorganisationen der Zahnärzteschaft den hohen Stellenwert der Zahnmedizin für das Gesundheitssystem im Kampf gegen die Pandemie betont und die Politik zum entschlossenen Handeln gegen die Krise und deren Folgen für die zahnärztliche Versorgung aufgerufe

ZÄKWL 12.11.: Mitgliederinformationen und Pressemeldungen während der Corona-Pandemie
Die zahlreichen Informationen während der Corona-Pandemie finden Sie hier gebündelt:
Mitgliederinformationen
Pressemeldungen

DGUV 12.11.: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen
Die COVID-19 Viren werden über verschiedene Pfade übertragen. Eine gute regelmäßige Lüftung reduziert die Ansteckungsgefahr durch Aerosole und sollte in ein stimmiges Gesamt-Hygienekonzept eingebunden werden. Während der COVID-19-Pandemie gilt die generelle Empfehlung, soviel Außenluft wie vernünftigerweise möglich ist, in genutzte Räume zu bringen. Für einen wirksamen Infektionsschutz sollten die Praxisräume so gut und so oft wie möglich gelüftet werden.
Da viele Zahnarztpraxen keine Raumlufttechnische Anlage haben, ist das manuelle Lüften über die Fenster der Räume eine wichtige Maßnahme.
Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung hat ein Dokument zu "SARS-CoV-2: Empfehlung zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen" online.

KZBV 11.11.: Bundesregierung weitet Unterstützung für Selbstständige und Unternehmen aus
Im Rahmen der Bund-Länder-Beschlüsse vom 28. Oktober 2020 werden vom Bund weitere außerordentliche Wirtschaftshilfen gewährt sowie bestehende Hilfsmaßnahmen mit veränderten Konditionen verlängert oder angepasst. Die aktuellen Veränderungen und die sich hieraus ggf. für Zahnarztpraxen ergebenden Möglichkeiten, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, können hier entnommen werden.

ZÄKWL 09.11.: Informationen Nr. 27 zum Coronavirus SARS-CoV-2
Mit AHA+ A + L durch die kalte Jahreszeit
Mit der stark gestiegenen Zahl von Neuinfektionen in NRW erreichen uns mitunter Meldungen die besagen, dass sich auch Praxismitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Bislang ist dies eher im privaten Umfeld und nicht in der Zahnarztpraxis selbst geschehen. Was jeder von uns machen kann:
Sensibilisieren Sie noch einmal Ihre Mitarbeiter für die allgemein gültige Formel "AHA+A+L": Abstand halten, Hygienemaßnahmen einhalten und Alltagsmaske tragen, sowie "A" für "App nutzen" (Corona-Warn-App) und "L" für "Lüften". Diese Formel gilt auch außerhalb des Behandlungszimmers, z. B. während der Frühstücks- oder Mittagspause im Aufenthaltsraum. Sollte es trotz größter Vorsicht zu einer Weitergabe des Virus innerhalb des Personals kommen, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt in jedem Einzelfall, ob die Infektion Auswirkungen auf den Praxisbetrieb hat und inwieweit eine Quarantäne für das gesamte Team auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes angeordnet werden muss. Die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln hilft, eine Quarantäneanordnung für die gesamte Praxis zu vermeiden. Bitte beachten Sie neben unseren Rundschreiben diese laufend aktualisierte Website.

Breg. 06.11.: Plattform Schutzausrüstung Angebote
Auf dieser Plattform können Sie sich über Produktionsangebote im Bereich "Persönliche Schutzausrüstung" informieren. Mit den unterschiedlichen Filter- und Sortieroptionen gelangen Sie schnell zu den von Ihnen gewünschten Produkten. Interessante Angebote können Sie mithilfe der "Merken"-Funktion auf ihrem Merkzettel abspeichern. Mithilfe des Merkzettels können Sie dann Kontakt zu den Anbietern aufnehmen. www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/AbfrageProduktionsmittel/Suche/SucheExtern_Formular.html

BfArM 3.11.: Erstattungsfähige Schnelltests
Hier finden Sie eine Übersichtt der Hersteller, deren Schnelltests im Rahmen der Nationalen Teststrategie des Bundes erstattet werden.

KVWL 21.10.: Corona-Testzentren in Westfalen-Lippe
Der Ärzteverbund Südwestfalen hat in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und den Gesundheitsämtern in der Region die Internetseite www.coronatestpraxis.de eingerichtet, über die Bürger nach Ärzten in ihrer Region suchen können, die Coronatests z.B. bei Reiserückkehrern, Lehrern und Kitamitarbeitern durchführen. Nach Eingabe der eigenen Adresse oder eines Standorts werden die nächstgelegenen Praxen angezeigt.

G-BA 19.10.: Krankschreibungen sind wieder per Telefon möglich
Angesichts bundesweit wieder steigender COVID-19-Infektionszahlen kurz vor Beginn der Erkältungs- und Grippesaison hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Befristet bis voraussichtlich Ende März können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

ZÄKWL 08.10.: Informationen für Patienten
Die Zahl der Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, steigt in Deutschland wieder an. Unter diesem Link finden Sie Informationen der Bundesregierung zu Fragen wie: "Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?", oder " Welche Regeln gelten im Fall einer Quarantäne?". Eine Liste mit Behandlungszentren für die zahnärztliche Schmerzbehandlung von Patienten, die wegen eines Verdachts oder einer vorhandenen SARSCoV-2-Infektion unter häuslicher Quarantäne stehen finden Sie hier. Wir möchten darauf hinweisen, dass der Hauszahnarzt erster Ansprechpartner bleibt!

BZÄK/KZBV 07.10.: Verbände aller Heilberufe unterstützen Corona-Warn-App
Die Verbände und Bundeskörperschaften der Zahnärzte, Ärzte und Apotheker ermutigen alle Bundesbürger mit einem kompatiblen Smartphone die kostenlose App zu nutzen um Infektionsketten schneller zu erkennen und zu unterbrechen. Um Infektionen mit dem Corona-Virus zu vermeiden, gilt es weiterhin die AHA-Regel zu befolgen – Abstand halten, Hygieneregeln (Händehygiene!) und Alltagsmasken tragen. Hier geht es zur gemeinsamen Presseinformation von Bundeszahnärztekammer, Bundesärztekammer, Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

KZVWL 28.09.: Verlängerung der Sonderregelungen für Krankentransporte im Zusammenhang mit der COVID-19-Epidemie
Der G-BA hat auf Antrag von KZBV und KBV am 17.09.2020 beschlossen, die Sonderregelungen bundesweit für die Zeit zu verlängern, wenn und solange der Deutsche Bundestag gemäß § 5 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat.
1. Die Regelung nach § 6 Absatz 3 Satz 1, wonach Krankentransporte zur ambulanten Behandlung der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse bedürfen, findet für Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, keine Anwendung. Entsprechende Krankentransporte sind damit genehmigungsfrei. Die Verordnung nach § 2 ist entsprechend zu kennzeichnen.
2. Verordnungen von Krankentransporten nach § 6 und Krankenfahrten nach den §§ 7 und 8 können auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und von der Vertragsärztin oder vom Vertragsarzt postalisch an einen in der Arztpraxis bekannten Versicherten übermittelt werden, sofern sich die verordnende Vertragsärztin oder der verordnende Vertragsarzt vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung überzeugt hat.
Diese Ausnahmeregelungen gelten, sofern die Verordnung von einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt mit Sitz in einem der jeweils durch gesonderten Ausnahmebeschluss auf Grundlage von § 9 Absatz 2a GO festgelegten Gebiete ausgestellt wurde oder sich der Wohnort der oder des Versicherten innerhalb eines dieser Gebiete befindet.
Diese Regelung trat zum 01.10.2020 in Kraft.
Die Regelungen treten mit Ablauf des Tags außer Kraft, zu dem der Bundestag das Bestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 und 3 des Infektionsschutzgesetzes für beendet erklärt und im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht hat, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. März 2021. 

Aktuelle Infobriefe-Direkt/Rundschreiben von ZÄKWL und KZVWL

ZÄKWL und KZVWL informieren Sie regelmäßig und kurzfristig über aktuelle Entscheidungen, Entwicklungen und Empfehlungen.

Alle weiteren Rundschreiben zum Thema finden Sie im Archiv.                         

 

Informationen von BZÄK und KZBV

Informationen vom IDZ

Umgang mit Patienten

Notfall mit COVID-19-Verdacht

Schwierig ist derzeit das Vorgehen, wenn ein Patient mit deutlichen Symptomen einer COVID-19-Erkrankung einer akuten zahnärztlichen Behandlung bedarf. Besonders für eine Behandlung, die Aerosole verursachen würde, verfügen momentan nicht alle Praxen über die in einem solchen Fall erforderliche Schutzausrüstung. Hier gilt zum Eigenschutz, zum Schutz der Mitarbeiter sowie zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus besonders: Zeit gewinnen. Soweit es – nach sorgfältiger Anamnese – möglich ist, sollte der Patient hierfür zunächst medikamentös versorgt und/oder Maßnahmen auf das absolut Notwendige beschränkt werden, z. B. Punktieren.
Der Patient, im Notfalldienst auch die Praxis, muss sodann unmittelbar weitere Hilfe bemühen. Möglicherweise kann eine andere Praxis mit Schutzausrüstung aushelfen oder gibt es vor Ort eine entsprechend ausgestattete Zahnklinik oder Praxisklinik, die den Notfall übernehmen kann. Im Zweifel muss der Patient nach aktuellem Stand an eine Klinik mit MKG-Chirurgie verwiesen werden, auch wenn dies möglicherweise einen längeren Anfahrtsweg bedeutet.

Behandlung von COVID-19 Patienten: Folgende Zentren sind laut KZVWL für die Behandlung von positiven COVID-19 Patienten zuständig.

Diese Empfehlung erstreckt sich ausschließlich auf die Patienten, die wegen eines Verdachts oder einer vorhandenen SARSCoV-2 –Infektion unter häuslicher Quarantäne stehen und der unaufschiebbarem Behandlungsbedarf betrifft, der nicht pharmakologisch beherrschbar ist. Wir möchten darauf hinweisen, dass der Hauszahnarzt erster Ansprechpartner bleibt!

Maskenpflicht

Die Corona-Schutzverordnung NRW wurde hinsichtlich der Maskenpflicht in Arztpraxen, Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln nochmals verschärft. Demnach gilt die Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken für Patienten. Wir empfehlen den Hinweis vor der Praxistür aufzuhängen. Das Schild ist auch in unterschiedlichen Sprachen  und zwei Varianten (ausführlich und einfach) verfügbar.

Weitere Informationen zur Behandlung

 

Handlungsempfehlung im Umgang mit Patienten

Wir empfehlen, eine strenge Anamnsese durchzuführen insbesondere im Hinblick auf Patienten mit Symptomen oder bereits diagnositierter COVID-19-Infektionen.

Die Behandlung symptomatischer/infizierter Patienten sollte sich auf Schmerzbehandlung reduzieren (Entzündung, Trauma, Tumor) und sollte nur in Einrichtungen/Praxen durchgeführt werden, in denen Schutzausrüstungen für die Behandlung infizierter Patienten vorhanden sind. Die Bereitstellung geeigneter Schutzausrüstung bzw. die Etablierung entsprechend ausgerüsteter Einrichtungen/Praxen hat staatlicherseits zu erfolgen.

Bei Patientinnen und Patienten, die zu Risikogruppen zählen, sollten die Behandlungsindikation vor allem bei elektiven Eingriffen besonders streng geprüft werden. Notfallbehandlungen sollten unter Berücksichtigung der besonderen Umstände weiterhin durchgeführt werden. Als allgemeine Notfälle sollten dentale Infektionen, Abszesse, Blutungen, Unfälle oder Traumata und nicht zu tolerierende Schmerzen, z. B. als Folge einer Pulpitis behandelt werden.

Patienten ohne nachgewiesene Infektion oder Verdacht darauf können unter Beachtung bestehender Hygienevorschriften behandelt werden (z. B. Kieferorthopädie, Parodontologie, Prophylaxe, herausnehmbare Prothetik, Chirurgie, Funktionstherapie) können problemlos durchgeführt werden. Bei der Durchführung der Behandlung sollen die geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden.

Das genaue Vorgehen finden Sie in den folgenden Links.

Die Übertragung durch anamnestisch unauffällige, symptomlos erkrankte Patienten kann durch die Einhaltung der gebotenen Schutz- und Hygienemaßnahmen verhindert werden.

Praktische Tipps zur Risikominimierung:

  • Rufen Sie Ihre Patienten am Vortag an um abzuklären, ob der Patient Symptome hat, Kontakt zu bestätigten COVID-19 Fall hatte, oder im Ausland war etc. und informieren Sie den Patienten über Ihre Vorgehensweise.
  • Bringen Sie ein Schild an der Praxistür an, eine Vorlage finden Sie hier. Patienten mit Symptomen sollten die Praxis nicht betreten, sondern sich telefonisch an die Praxis wenden.
  • Organisieren Sie den Ablauf in Ihrer Praxis so, dass die Patienten keinen Kontakt miteinander im Wartezimmer haben. Patienten können z. B. auch im Auto warten und "telefonisch aufgerufen" werden.
  • Bitten Sie Ihre Patienten, ohne notwendige Begleitpersonen zu erscheinen.
  • Behandeln Sie Risikopatienten (hohes Lebensalter, multimorbid) zeitlich getrennt von Jugendlichen und Kindern.
  • Behandeln Sie nur in einem Behandlungszimmer, dass Sie täglich wechseln. Bereiten Sie diese Räume wie gehabt auf. Lüften Sie ausreichend.
  • Weisen Sie ihr Reinigungspersonal an, sämtliche Oberflächen mit Patientenkontakt (Türklinken, Geländer etc.) regelmäßig zu desinfizieren. Aktualisieren Sie Ihren Hygieneplan.
  • Falls in Ihrer Praxis mehrere Behandler tätig sind, bilden Sie nach Möglichkeit unabhängige Teams, die im Schichtsystem behandeln. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit des Komplettausfalls der Praxis im Falle eines Kontaktes mit SARS-CoV-2-Patienten.
  • Reduzieren Sie den Personaleinsatz, um Ressourcen zu schonen und das Risiko für Ihre Mitarbeiter zu minimieren.
  • Machen Sie Ihre Patienten vor Betreten der Praxis auf die Maskenpflicht aufmerksam. (Link Türschild). Evtl. halten Sie Mund-Nasen-Schutz für Ihre Patienten vor, falls jemand über keinen eigenen verfügt.

  • Bevor Patienten den Behandlungsraum betreten, solle sie sich die Hände waschen oder desinfizieren. Stellen Sie Desinfektionsspender auf.

  • Bringen Sie Abstandsmarkierungen an. Der Abstand von 1,5m ist zwingend einzuhalten. In den Fluren und Aufenthaltsbereichen ist ein Abstand von 1,50 m zu anderen Personen einzuhalten (einschl. vorbeigehender Personen).

  • Aufzüge dürfen je nach Größe nur von einer Person benutzt werden.

  • Auch das Verlassen der Praxissollte mit entsprechendem Abstand zu anderen Patienten zu erfolgen.

  • Lüftungstechnische Anlagen sollen nicht im „Umluftbetrieb“ laufen.

 

Zurück in die Praxis

Patientinnen und Patienten sollen jetzt motiviert werden, sich wieder ihrer Mundgesundheit zu widmen und die Zahnarztpraxen aufzusuchen. Die Bundeszahnärztekammer und Zahnärztekammer Westfalen-Lippe haben eine Kampagne vorbereitet, die auf Social Media Kanälen und Internetseiten genutzt werden kann. Sie lädt Patientinnen und Patienten zur Terminvereinbarung in der Zahnarztpraxis ein. Vorbereitet sind Texte für Postings sowie Bilder, die für Twitter, Facebook und Websites optimiert sind. Es müssen keine Quellen angegeben werden.

Herz

Zähneputzen

Willkommen

Hier finden Sie Textvorschläge.

Patienten mit deutlichen Symptomen sollten die Praxis nicht betreten und sich telefonisch melden. Hierauf sollte unbedingt per Aushang hingewiesen werden. Diese Patienten müssen sich zur Abklärung an den Hausarzt wenden; ein Besuch dort oder im Krankenhaus sollte ebenfalls unbedingt vorher telefonisch angekündigt werden.

 

Herausgabe von Patientendaten bei Coronafall in einer Praxis

Im Fall eines positiven Coronafalls in einer Zahnarztpraxis gilt für die Frage nach einer Verpflichtung zur Weiterleitung von Name/Adresse anderer Patienten folgendes:

Gemäß § 25 Absatz 1 IfSG stellt das Gesundheitsamt die erforderlichen Ermittlungen an, insbesondere über Art, Ursache, Ansteckungsquelle und Ausbreitung der Krankheit. Die Frage nach den Daten der anderen Patienten dürfte für das Gesundheitsamt unter dem Aspekt der Ausbreitung der Krankheit relevant sein.

Gemäß § 25 Absatz 2 Satz 2 IfSG kann das Gesundheitsamt die erforderlichen Fragen (z. B. welche andere Patienten können betroffen sein…) an einen Dritten (hier den Zahnarzt) richten. Gemäß § 25 Absatz 2 Satz 2 in Verbindung mit § 16 Absatz 2 Satz 4 IfSG kann der Zahnarzt aber unter bestimmten Voraussetzung die Auskunft verweigern, z. B. wenn die Beantwortung der Frage ihn der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung aussetzen würde. Das kann der Fall sein, da er gemäß § 203 StGB zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Das heißt: Nach den derzeitigen Vorschriften im IfSG ist der Zahnarzt aufgrund seiner Schweigepflicht wohl nicht verpflichtet, dem Gesundheitsamt die Patientendaten weiterzuleiten, sondern kann die Auskunft verweigern (Es sei denn er erhält einen gerichtlichen Beschluss oder wird von der Schweigepflicht entbunden).

Aber dringende Empfehlung der ZÄKWL: Da die umfassende Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt wegen der aktuellen Corona-Lage im Interesse der Gesellschaft/ Gesundheitssystem besonders wichtig ist, empfehlen wir den Zahnärzten dringend, dem Gesundheitsamt anzubieten, sich als Behandler selbst kurz mit dem Patienten in Verbindung zu setzen und nach einer Einwilligung/Schweigepflichtentbindung für die Weitergabe ihrer Daten an das Gesundheitsamt zu fragen. Diese dürfte von den meisten Patienten schon aus eigenem Interesse abgegeben werden. Die Weitergabe der Daten an das Gesundheitsamt ist jedenfalls dann auch vor dem Hintergrund der Schweigepflicht unproblematisch und der Zahnarzt muss sich nicht vorwerfen lassen die Ermittlungen des Gesundheitsamts aufzuhalten (...)

Auswirkungen auf den Praxisbetrieb

FAQ zum Praxisbetrieb

 

  • Muss ich weiter geöffnet haben? Grundsätzlich ist jeder Vertragszahnarzt verpflichtet, im Rahmen seiner Zulassung Sprechstunden abzuhalten und auch berufsrechtlich ist für eine Vertretung zu sorgen. Der Vertragszahnarzt kann sich bei Praxisausfall innerhalb von zwölf Monaten bis zur Dauer von drei Monaten vertreten lassen. Dauert die Vertretung länger als eine Woche ist sie anzeigepflichtig und der KZVWL mitzuteilen.
    Für Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an die KZVWL, Kontakt: Steffen von der Brüggen: 0251/507-147, E-Mail: steffen.vonderbrueggen@zahnaerzte-wl.de Elke Peci: 0251/507-149, E-Mail: elke.peci@zahnaerzte-wl.de

    Wegen des teils erheblich reduzierten Patientenaufkommens haben sich die zahnärztlichen Körperschaften aber darauf verständigt, dass eine Reduzierung der Behandlungszeiten unproblematisch und nach eigener Entscheidung erfolgen kann. Unbedingt ist dabei aber, vergleichbar wie im Notfalldienst, während der Sprechzeiten eine jederzeitige telefonische Erreichbarkeit zu gewährleisten. Dies kann durch eine Verwaltungskraft in der Praxis erfolgen, ebenso aber auch per Aushang und das Besprechen eines Anrufbeantworters bzw. eine Rufumleitung.
  • Muss ich noch am Notfalldienst teilnehmen? Solange in der Praxis tagsüber zahnärztliche Leistungen erbracht werden – und sei es zu reduzierten Sprechzeiten, siehe oben – ist auch die Teilnahme am Notfalldienst verpflichtend. Die Pflicht entfällt nur, wenn infolge fehlender Schutzkleidung überhaupt keine zahnärztlichen Behandlungen mehr durchgeführt werden können. In dem Fall ist zwingend eine vorübergehende Abmeldung von der vertragszahnärztlichen Versorgung bei der KZVWL unter 0251-507-300 erforderlich. Dies hat keine Auswirkungen auf die Zulassung. Die Körperschaften müssen aber unbedingt Kenntnis über die Einsatzfähigkeit der Praxen haben.
  • Darf ich überhaupt noch meine Mitarbeiter in der Assistenz / an der Rezeption einsetzen? Dies kann nicht pauschal beantwortet werden und ist insbesondere eine Frage der arbeitsschutzrechtlichen Gefährdungsbeurteilung in jedem Einzelfall. Dabei kommt auf die vorhandene Schutzausrüstung an, aber auch darauf, welche Behandlung/Tätigkeit durchgeführt werden soll, ob der Patient Symptome einer Corona-Erkrankung zeigt und nicht zuletzt, ob der Mitarbeiter womöglich wegen bestimmter Vorerkrankungen zur Risikogruppe zählt. Informationen zur Gefährdungsbeurteilung finden Sie hier.
  • Was ist mit schwangeren Mitarbeitern? In Zeiten der möglichen SARS-CoV-2 Exposition sollten gemäß des Ausschusses für Mutterschutz (AfMu) nach dem Informationspapier im Gesundheitswesen keinen Kontakt zu Patienten haben. "Da die Zahl der Infektionen momentan sehr dynamisch verläuft, muss bei wechselnden oder zahlreichen Kontakten davon ausgegangen werden, dass die Schwangere an entsprechenden Arbeitsplätzen Kontakt zu infektiösen Personen haben kann. Die Tätigkeit kann in der momentanen Situation im Einzelfall daher zu einer unverantwortbaren Gefährdung für schwangere Frauen führen, wenn:
    • Kontakt zu ständig wechselnden Personen bzw. einer wechselnden Kundschaft besteht (z.B. im Gesundheitswesen, im Verkauf) oder
    • regelmäßig Kontakt zu einer größeren Zahl an Ansprechpersonen, auch betriebsintern, (z.B. in der Kindernotbetreuung, in einem Großraumbüro) besteht."

    Damit ist der Empfangsbereich und Behandlungsbereich als kritisch anzusehen. Tätigkeiten im Homeoffice oder Backoffice ohne Kontakt zu wechselnden Personen sind möglich. Ist dies auch in Teilzeit nicht zu realisieren erfolgt sachlogisch ein individuelles Beschäftigungsverbot durch den Praxisinhaber. Für die Erstattung (Umlage U2) der Lohnfortzahlung wenden Sie sich an die Krankenkasse der Mitarbeiterin. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Ich / meine Mitarbeiter hatten Kontakt mit einem COVID-19-Patienten / Verdachtsfall. Nehmen Sie unverzüglich (!) Kontakt mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt auf. Von dort muss die weitere Untersuchung oder evtl. Tests koordiniert sowie entschieden werden, ob inwieweit eine Quarantäne auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes angeordnet wird. Dies ist möglich bei Kranken, Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen und Ausscheidern, soweit und solange es zur Verhinderung der Verbreitung der Krankheit notwendig ist. Das RKI hat Hinweise zum Umgang mit Kontaktpersonen veröffentlicht. Diese sind unter Berücksichtigung der
  • Meine Mitarbeiter wollen Urlaub in Risikogebieten machen. Urlauber haben sich nach Reisen in Corona-Risikogebieten (z. B. Türkei) nach aktuellem Stand für 14 Tage in Quarantäne zu begeben oder einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Künftig soll jede/r dieser Einreisenden unmittelbar (z. B. am Flughafen) verpflichtend auf eine Corona-Infektion getestet werden; evtl. sogar kostenlos. Wer negativ ist, kann dann in seinen (Berufs-)alltag zurückkehren. Wenn Praxisinhaber über das Urlaubsziel informiert sind, sollten sie anschließend vom diesen Mitarbeitern das Testergebnis einfordern (Mitverantwortung) und die Arbeitsleistung nicht gutgläubig annehmen. Ist bei Antritt der Reise bekannt, dass es sich um ein Corona-Risikogebiet handelt und wird anschließend kein Corona-Test gemacht, zahlt für die notwendige Zeit der Quarantäne i. d. R. nicht der LWL. Auch der Praxisinhaber hat für diese Zeit nicht das Arbeitsentgelt zu zahlen, da die Arbeitsleistung nicht angeboten werden kann bzw. darf. Daher sollte die ZFA vorab auf die Notwendigkeit des Tests hingewiesen werden und hat anderenfalls weiteren Urlaub zu nehmen bzw. Überstunden abzubauen, unbezahlten Urlaub zu nehmen oder Minusstunden aufzubauen. Den Mitarbeiter/innen vorab, bei Bekanntwerden des Reiseziels, zu untersagen, dort ihren Urlaub zu verbringen, ist natürlich nicht möglich.
  • Aerosole. Für eine Übertragung durch Aerosole gibt es bisher keinen Nachweis. Trotzdem sollten alle Tätigkeiten mit Aersolbildung besondere Beachtung erfahren.
    Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen reduziert werden. Dies erfolgt zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung. Ferner sollte dabei folgendes berücksichtigt werden:
      - Die Verwendung von ultraschallgetriebenen Handstücken und Chirurgiegeräten vermeiden.
      - Die Verwendung von Pulverstrahlgeräten vermeiden.
      - Die Verwendung von Turbinen vermeiden
    Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, eine Infektionsübertragung zu minimieren. In Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos ist die entsprechende persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß zu tragen. Die zusätzliche Verwendung von Visieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung erhöht die Sicherheit.

Informationen zu Kurzarbeit

Weiterhin höheres Kurzarbeitergeld
Die vor einigen Monaten beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 70 bzw.77 Prozent (für die Leistungssätze 3 bzw. 4) ab dem vierten Monat und auf 80 bzw. 87 Prozent ab dem siebten Monat für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis März 2021 entstanden ist, gilt nun bis Ende des Jahres 2021.

Keine Anrechnung von geringfügiger Beschäftigung
Die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen werden insoweit verlängert, als Entgelt aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei bleibt.

https://adp-medien.de/zoom/adp-news?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1598&cHash=a33a795e6cae74dc60648c8ac9997374

1. Allgemeines

Erleiden Zahnarztpraxen durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (Kug). Hierfür muss der Arbeitgeber Kurzarbeit anordnen, wodurch die Arbeitszeit (und entsprechend der Lohn) gekürzt wird. Die Lohnkürzung wird dann über das Kug zum Teil kompensiert. Es beträgt 60% der Nettolohndifferenz (67%, sofern mindestens ein Kind im Haushalt lebt). Die Bundesregierung hat zum 1. Mai entschieden, das Kurzarbeitergeld befristet bis zum Jahresende zu erhöhen: Ab dem vierten Bezugsmonat steigt es auf 70 Prozent des letzten Nettolohns (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem achten Monat auf 80 Prozent (87 Prozent mit Kindern).

Wenn also beispielsweise die Arbeitszeit um die Hälfte reduziert wird, zahlt der Arbeitgeber in der Zeit auch nur die Hälfte des Lohns. Von dem daraus entstehenden Verlust fängt das Kurzarbeitergeld 60% bzw. 67% auf. Allerdings muss der Arbeitgeber gegenüber der Arbeitsagentur in Vorleistung gehen. Der Arbeitgeber muss die Höhe des Kug selber errechnen und an die Mitarbeiter auszahlen. Die Kug-Zahlungen bekommt er dann später erstattet. Üblicherweise soll die Erstattung binnen zwei Wochen erfolgen; derzeit muss mit etwas längeren Bearbeitungszeiten gerechnet werden.

Auszubildende sind weiter auszubilden, z. B. auch online durch die Berufsschule. Sie erhalten gem. § 19 BBiG für 6 Wochen weiter ihre volle Ausbildungsvergütung vom Ausbildungsbetrieb. Danach kann die Arbeitsagentur in besonders gelagerten Ausnahmefällen zahlen.

Für Auszubildende kann nach derzeitiger Gesetzeslage keine Kurzarbeit und auch kein Kurzarbeitergeld beantragt werden. Sie sind auch in Zeiten von Kurzarbeit weiter auszubilden; dazu gehört z. B. auch die Freistellung für den Online-Unterricht der Berufskollegs. Wenn die Ausbildung vorübergehend – trotz aller Bemühungen seitens des Ausbildungsbetriebs - zeitlich nicht voll umfänglich durchgeführt werden kann, entsteht hierdurch kein Schadensersatzanspruch für die Auszubildenden. Kurzfristiger Zwangsurlaub oder Minusstunden sind bei Auszubildenden nicht möglich; nur ein Überstundenabbau und eine entgeltliche Freistellung. Während der temporären Kurzarbeit ist die Eignung der Zahnarztpraxis als Ausbildungsstätte gem. BBiG nicht gefährdet; auch wird eine dadurch veränderte Fachkräfte-Relation nicht bemängelt. Die Auszubildenden haben gem. § 19 BBiG ab Beginn der Kurzarbeit in der Zahnarztpraxis für weitere 6 Wochen einen Anspruch auf ihre volle Ausbildungsvergütung. Praxisinhaber/innen, die trotz Kurzarbeit (mind. 50 %) die Berufsausbildung mit ihrer/m Auszubildenden unverändert fortsetzen, erhalten für die Monate August bis Dezember 2020 einen Zuschuss in Höhe von 75 % der Ausbildungsvergütung. Nähere Informationen finden Sie hier:
https://www.arbeitsagentur.de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern/zuschuss-ausbildungsverguetung

Eine Tabelle der Arbeitsagentur zur Berechnung des Kug finden Sie hier.  Zudem finden sich im Internet zahlreiche entsprechende Rechner. Häufig gestellte FAQ zum Thema Kurzarbeitergeld haben wir hier zusammengestellt.

 2. Befristete Verbesserungen

Am 13.03.2020 wurde ein "Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld" beschlossen. Insbesondere erlaubt dies der Bundesregierung befristet bis Ende 2021 Rechtsverordnungen zu erlassen, um u.a. den Zugang zum Kug zu erleichtern und Betriebe zu entlasten.

In der Folge wurden bereits die Voraussetzungen für den Zugang zur Kurzarbeit erleichtert und die Arbeitgeber von der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge entlastet. So kann z. B. ein Betrieb bereits Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten im Betrieb von einem Arbeitsausfall betroffen sind (bisher: ein Drittel der Belegschaft). Die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber für ihre kurzarbeitenden Beschäftigten allein tragen müssen, wird die Arbeitsagentur vollständig erstatten. Einzelheiten zu den neuen Regelungen und weitere Infos des Bundesarbeitsministeriums siehe hier.

3. Vorausetzungen für Kurzarbeitergeld

Voraussetzung für den Bezug von Kug ist u.a., dass der Arbeitsausfall er auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht und vorübergehend ist (siehe § 96 SGB III). Insbesondere muss die Kurzarbeit zudem bei der Arbeitsagentur angezeigt werden. Nach unserer Einschätzung könnten für den Bezug von Kug infolge der Corona-Krise, vor allem in Verbindung mit hoheitlichen Empfehlungen und Anordnungen, in Betracht kommen:

  • Zahlreiche Absagen von Behandlungsterminen durch Patienten
  • Lieferengpässe bei Schutzkleidung und Desinfektionsmittel
  • Mitarbeiterausfall infolge der Schließung von KiTa und Schulen
  • Quarantäne des Praxisinhabers, keine Vertretung zu finden

Wichtig: Eine Praxisschließung mit Blick auf die allgemeine Infektionsgefahr der Mitarbeiter berechtigt nach unserer Einschätzung nicht zum Bezug von Kug, da es sich um ein branchenübliches Risiko handelt. Erkrankt zudem der Praxisinhaber, ohne dass das Gesundheitsamt eine Quarantäne anordnet, handelt es sich zudem um ein typisches unternehmerisches Risiko, das durch eine Krankentagegeld-und/oder Betriebsausfallversicherung abgesichert werden müsste.

4. Vereinbarung zur Anordnung von Kurzarbeit

Das Anordnen von Kurzarbeit ist nicht ohne weiteres einseitig durch den Arbeitgeber möglich; die Berechtigung hierzu muss im Arbeitsvertrag (oder Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung) vereinbart sein. Wenn dies nicht der Fall ist, können die betroffenen Arbeitnehmer der Kurzarbeit aber auch zustimmen. Da kaum eine Praxis die Anordnung von Kurzarbeit in Mitarbeiterverträgen geregelt haben wird und dies auch im Tarifvertrag nicht enthalten ist, müssen Sie eine Vereinbarung über Kurzarbeit individuell mit Ihren Mitarbeitern klären.

Die Vereinbarung mit den Mitarbeitern unterliegt keiner Formvorschrift, könnte theoretisch also auch mündlich erfolgen. Der Arbeitgeber ist aber gegenüber der Arbeitsagentur nachweispflichtig, so dass eine schriftliche (= mit Unterschriften) Vereinbarung zu empfehlen ist. Es ist für jeden Mitarbeiter einzeln zu beurteilen und zu vereinbaren, in welchem Umfang die Arbeitszeit reduziert werden soll; ebenso die Lage der (Kurzarbeits-)Arbeitszeit. Die Vereinbarung kann auch einen begrenzten Zeitraum enthalten, für den die Möglichkeit der Kurzarbeit vereinbart wird. Sollte die Kurzarbeit hierüber hinausgehen müssen, ist eine neue Vereinbarung erforderlich. Eine unbefristete Vereinbarung werden die Mitarbeiter aber womöglich nicht unterzeichnen.

Ist keine Anordnung bzw. Vereinbarung möglich, muss der Lohn trotz Arbeitsausfalls weitergezahlt werden; es bliebe nur die Möglichkeit einer Kündigung oder Änderungskündigung. Änderungskündigung ist das Kündigen des bestehenden Arbeitsvertrags unter gleichzeitigem Angebot eines neuen Arbeitsvertrages (z.B. mit reduzierter Stundenzahl und/oder der Möglichkeit der Anordnung von Kurzarbeit). Allerdings ist - je nach Anzahl der Mitarbeiter - auch für eine Änderungskündigung das Kündigungsschutzgesetz zu berücksichtigen. Ebenso die Kündigungsfrist, bis zu deren Ablauf das bisherige Gehalt weiterzuzahlen wäre. Eine Ideallösung dürfte dies daher zumeist nicht darstellen.

5. Anordnung und Anzeige der Kurzarbeit

Bei der konkreten Anordnung der Kurzarbeit sind zahlreiche Details zu beachten. Es sollte auch jedes Arbeitsverhältnis individuell beurteilt werden; es muss keinesfalls dieselbe Lösung für alle gefunden werden. Werden beispielsweise nur die Behandlungszeiten reduziert, die Rezeption aber voll besetzt, kann nur die Arbeitszeit der Stuhlassistenz reduziert werden, nicht aber die der Rezeptionskraft. Im Zweifel ist zu empfehlen, sich bei Bedarf an ein Lohnbüro, an Anwälte für Arbeitsrecht, an Steuerberater o.ä. zu wenden.

Zum Teil wird vertreten, dass zwischen der Vereinbarung und dem Eintritt der Kurzarbeit eine gewisse Ankündigungsfrist liegen muss.

Insbesondere ist auch für jedes Arbeitsverhältnis zu prüfen, inwieweit vor dem Bezug von Kurzarbeitergeld noch Überstunden abzubauen sind. Der Mitarbeiter muss angewiesen werden, Überstunden abzubauen, soweit deren Anzahl 10% der ohne Mehrarbeit geschuldeten Jahresarbeitsstunden übersteigt (§ 96 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 und 5 SGB III). Der Schutz des Arbeitszeitguthabens beschränkt sich also auf den Umfang, der über 10% der Jahresarbeitszeit angespart wurde,  Beispiel:

Jahresarbeitszeit (52 x 37,5 Wochenstunden):         1.950 Stunden

Arbeitszeitkonto-Guthaben:                                        220 Stunden

10% der Jahresarbeitszeit:                                           195 Stunden

Geschütztes Arbeitszeitguthaben:                               25 Stunden

Auch ist für jeden Mitarbeiter zu prüfen, ob noch Urlaub abgebaut werden muss. Zwar ist das Anordnen eines Betriebsurlaubs nur mit angemessener Vorlaufzeit möglich, so dass Sie nicht ad hoc „Zwangs“urlaub anordnen dürfen. Aber: Fällt ein bereits gewährter Urlaub in die Zeit der Kurzarbeit, muss dieser auch genommen werden und darf nicht wegen der Kurzarbeit verschoben werden. Zudem: Bestehen noch übertragene Urlaubsansprüche aus dem vergangenen Urlaubsjahr, die in naher Zeit verfallen (gesetzlich ist eine Übertragung bis zum 31.03. des Folgejahres möglich), müssen auch diese „aufgebraucht“ werden; ansonsten würde für diese Zeiten für diese Mitarbeiter kein Kug gewährt.

Ein Muster finden Sie hier. Hierzu ein wichtiger Hinweis: Kurzarbeit ein komplexes Thema ist, bei dem zahlreiche Details zu berücksichtigen und grundsätzlich jeder Mitarbeiter individuell zu betrachten ist. Bitte beachten Sie zudem, dass in vielen Fällen Fristen zu beachten sind. Dies und andere Muster können daher die Beratung durch z.B. Rechtsanwalt, Lohnbüro oder Steuerberater nicht ersetzen. Für Vollständigkeit und Richtigkeit des Musters kann daher auch keine Gewähr übernommen werden

Die Anordnung von Kurzarbeit ist sodann unverzüglich der Arbeitsagentur anzuzeigen. Das entsprechende Formular finden Sie hier.

6. Ablehnung Anzeige Arbeitsausfall Kurzarbeit durch Agentur für Arbeit bei Zahnärzten
Der BZÄK sind erste ablehnende Bescheide der zuständigen Agenturen für Arbeit im Hinblick auf erfolgte Anzeigen nach § 99 SGB III (Anzeige auf erheblichen Arbeitsausfall/Kurzarbeitergeld) durch Zahnärzte bekannt geworden. Der Anzeige auf erheblichen Arbeitsausfall durch einen Inhaber einer Zahnarztpraxis ist bspw. von einer Agentur für Arbeit mit der Begründung nicht entsprochen worden, dass Vertragsärzte bei einem z.B. auf einer Pandemie beruhenden Honorarausfall von mehr als 10 % Anspruch auf Ausgleichzahlungen nach § 87a Abs. 3b SGB V hätten und dadurch der Arbeitsausfall ähnlich einer Betriebsausfallversicherung ausgeglichen würde, so dass kein Raum für die Zahlung von Kurzarbeitergeld bestünde.

Diese Begründung ist offensichtlich rechtsfehlerhaft. Ein Ausgleichsanspruch für Vertragszahnärzte nach § 87a Abs. 3b) SGB V existiert nicht. Ausweislich des § 87a Absatz 1, 2. Halbsatz SGB V gelten die in § 87a Absatz 2 bis 6 SGB V getroffenen Regelungen ausdrücklich nicht für vertragszahnärztliche Leistungen.

Die BZÄK hat gegenüber dem Bundesarbeitsminister und der Bundesagentur für Arbeit  um entsprechende Abhilfe und Mitteilung an die untergeordneten Behörden gebeten, um so weitere fehlerhafte Bescheide zu vermeiden. Sollten ähnliche Bescheide bekannt sein oder werden, kann folgendes Schreiben als Vorlage für die jeweils zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit genutzt werden.

7. Hilfreiche Links / Kontakte zum Kug

Servicehotline der Arbeitsagentur für Arbeitgeber: 0800/4555520

Auf der Internetseite stellt die Arbeitsagentur zudem Antragsformulare und Ausfüllhilfen bereit. Das Kug kann auch elektronisch beantragt werden. Informationen hierzu finden Sie auf www.arbeitsagentur.de unter „eServices“ > Unternehmen.

Entschädigungen bei behördlichen Anordnungen / Quarantäne

Entgegen verbreiteter Annahme besteht bei einer behördlichen Schließungsanordnung nicht automatisch stets ein Entschädigungsanspruch. Eben daher müssen ja derzeit Rettungspakete in anderer Form für die Unternehmen geschnürt werden. Eine Entschädigung ist nur im Infektionsschutz vorgesehen. Nur wenn auf Grundlage des IfSG eine Quarantäne bzw. ein Tätigkeitsverbot angeordnet wird und Sie Verdienstausfall erleiden, ohne krank zu sein, erhalten Sie auf Antrag beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 IfSG.

Der Antrag auf Entschädigung muss schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung beim LWL-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden. Doch es gibt Einschränkungen. Wer die Quarantäne und die spezifische Prophylaxe nicht einhält, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder öffentlich empfohlen wurde, oder eine Absonderung hätte vermeiden können wird nicht entschädigt.

Für Fragen zum Anspruch auf Lohnersatz nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gibt es einen aktuellen Hinweis des Landes NRW. Eine Anordnung/ schriftliche Mitteilung durch die zuständigen Behörden, die für einen Erstattungsanspruch nach § 56 IfSG vorgelegt werden musste, erfolgt in vielen Fällen nicht mehr, da mit der neuen Quarantäneverordnung für bestimmte Personengruppen eine automatische Quarantäne angeordnet wird. Diese Regelung der automatischen Quarantäne entfaltet die gleiche rechtliche Wirkung wie die individuellen Quarantäneanordnungen durch die Behörden, einschließlich des Anspruchs auf Lohnersatz nach § 56 IfSG.

Für den Erstattungsanspruch beim LWL ist in diesen Fällen die Behörde anzugeben, die die Verordnung erlassen hat, aufgrund derer die Quarantäne automatisch angeordnet wird (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in 40219 Düsseldorf). Als Nachweis der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbotes ist die entsprechende Verordnung (QuarantäneVO) und geeignete Belege für den Beginn und das Ende der Quarantäne bzw. des Tätigkeitsverbotes beizufügen (z.B: PCR-Testergebnisse).

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/neue-quarantaeneverordnung-ab-1-dezember-gelten-landesweit-automatische-und

  • Kontakt: LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster, Tel: 0251/591-01 Fax: 0251/591-33 00 E-Mail: lwl@lwl.org

Für Selbständige wird der Steuerbescheid als Grundlage für den Verdienstausfall zugrunde gelegt. Zahnärzte, deren Praxis infolge der Quarantänemaßnahme ruht, erhalten auf Antrag unter Umständen zusätzlich Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

Bei Angestellten gilt als Verdienstausfall das Netto-Arbeitsentgelt. Dies wird vom Arbeitgeber längstens sechs Wochen weitergezahlt; der Arbeitgeber wird rückwirkend entschädigt. Ab der siebten Woche erfolgt die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes der gesetzlichen Krankenkasse und wird direkt vom LWL-Fachbereich Soziales gezahlt. Die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungspflicht besteht weiterhin. Die jeweiligen Beiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) trägt das Bundesland NRW. Die Sozialversicherungsbeiträge werden also auch gegenüber dem LWL geltend gemacht. Personen, die (zeitgleich) arbeitsunfähig erkrankt sind, erhalten keine Entschädigung nach dem IfSG. Sobald ein Praxismitarbeiter, der bisher symptomfrei war, während der Quarantäne erkrankt, besteht Arbeitsunfähigkeit. In einem solchen Fall gehen die Entschädigungsansprüche aufgrund der Arbeitsunfähigkeit (Anspruch auf Entgeltfortzahlung) auf das Bundesland über. Bei Arbeitsunfähigkeit ist trotz Quarantäne eine AU-Bescheinigung erforderlich.

Die Auszubildenden haben ebenfalls grundsätzlich während der Quarantäne einen Anspruch auf Verdienstausfall gem. § 56 Abs. 1 IfSG. Jedoch geht zunächst der bestehende sechswöchige Fortzahlungsanspruch auf die Ausbildungsvergütung gem. § 19 Abs. 1 BBiG vor, welcher auch vertraglich nicht ausgeschlossen werden kann. Daher besteht für Arbeitgeber keine Entschädigungsmöglichkeit für diese 6 Wochen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Quarantänebedingte Betreuung des Kindes durch die Mitarbeiterin

Im Falle einer quarantänebedingten Betreuung des Kindes durch die Mitarbeiterin sollte zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine gemeinsame Einigung dahingehend zu finden, wie ein möglicher Arbeitsausfall und in diesem Zusammenhang die mögliche Problematik mit der Lohnfortzahlung, im Falle der Betreuung eines Kindes in Quarantäne, interessengerecht geregelt wird. Sollte das Kind mit dem COVID-19 Virus infiziert sein, würde der Kinderarzt das Kind krank schreiben und es würde eine AU ausgestellt. Sollte eine Einigung nicht möglich sein, gilt rechtlich im Wesentlichen: Nach § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bleibt der Vergütungsanspruch für den Arbeitnehmer weiterhin bestehen, wenn die Arbeitsverhinderung eine „verhältnismäßige nicht erhebliche Zeit" andauert. Diese beträgt nach Maßstab der Rechtsprechung zumeist eher drei bis fünf, höchstens zehn Tage. Allerdings kann ein solcher Anspruch durch individuelle arbeitsvertragliche Vereinbarungen sowie tarifvertragliche Vereinbarungen ausgeschlossen oder auf eine bestimmte Anzahl an Tagen beschränkt sein. In dem Fall - oder wenn die Zeit der Arbeitsverhinderung nicht mehr als "verhältnismäßig nicht erheblich" anzusehen wäre - wäre möglicherweise auch eine unbezahlte Freistellung des Arbeitnehmers denkbar. Einzelheiten zu dem Anspruch nach § 616 können Sie auch diesem Merkblatt entnahmen. Bezüglich einer möglichen Erstattung der Lohnfortzahlung an Ihre Mitarbeiterin würden wir Sie bitten, sich gegebenenfalls an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) (Tel.: 0251 / 59101) zu wenden.

Betreuung des Kindes durch die Mitarbeiterin bei Schul- oder Kitaschließung

Wenn Beschäftigte wg. der Betreuungsnotwendigkeit ihrer Kindern bis 11 Jahre (einschl.) nicht ihrer Arbeit nachgehen können, z. B. wg. corona-bedingter Kita- und Schulschließungen, besteht für sie ein Anspruch auf Freistellung und Verdienstausfall nach § 56 Infektionsschutzgesetz; jedoch nicht während der Schulferien!
Vorab ist allerdings zu klären, ob nicht Familien/-Haushaltsangehörige die Kinder betreuen können, eine Notbetreuung der Schulen/Kitas genutzt werden kann oder Überstunden abgebaut werden können. Wenn all dies nicht möglich ist, können Beschäftigte bis zu 10 Wochen (ggf. werden diese Tage bei Teilzeitlern auch einzeln gezählt) ihre Kinder zu Hause betreuen. Dieses muss gegenüber dem Arbeitgeber erklärt und nachweisen werden; z. B. dass keine Notbetreuung in der Kita möglich ist, trotz Bescheinigung, dass man einer systemrelevanten Berufsgruppe angehöre. Beim Arbeiten im Home-Office kann keine parallele Kinderbetreuung erwartet werden.

Beschäftigte erhalten dann für max. 10 Wochen einen Verdienstausfall (67 % des Nettoeinkommens, max. 2.016 € mtl.) vom LWL, in den ersten 6 Wochen über ihren Arbeitgeber, anschließend nur direkt.
Wenn Eltern aufgrund einer Erkrankung ihrer Kinder nicht arbeiten können, erhalten Sie bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung für bis zu 10 Tage (je Elternteil) 90 % ihres Nettoeinkommens als Kinderkrankengeld gem. SGB V von der gesetzlichen Krankenkasse (gilt nicht für Privat-Versicherte). Diese Regelung wird aktuell auf 20 Tage erhöht, wenn krankheitsunabhängig (!) eine Kinderbetreuung nicht möglich ist (Voraussetzungen wie beim Verdienstausfall nach IfSG). Für Alleinerziehende gibt es verbesserte Sonderregelungen (Verdopplung). Für die Beantragung werden die Krankenkassen neue Vordrucke zur Verfügung stellen. Der Bund wird den Krankenkassen die zusätzlichen Kosten erstatten.

Nähere Informationen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/1-quartal/anspruch-auf-kinderkrankengeld.html

Erweiterung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld - Auch freiwillig gesetzlich Versicherte, Privatversicherte und Freiberufler bekommen nun zusätzliche Kinderkrankentage.
Für Personengruppen, die keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld gem. § 45 SGB V oder vergleichbare Leistungen haben, wurde ein besonderes Programm zur "Betreuungsentschädigung" geschaffen. Voraussetzung ist, dass ein Kind unter 12 Jahren häuslich betreut wird. Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, ist unschädlich. Beantragt werden können bis zu 10 Tage Verdienstausfallentschädigung pro Kind (Alleinerziehende 20 Tage). Der Tagessatz orientiert sich an den Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz und beträgt pauschal 92 Euro. Anträge können ab Feb. bei den Bezirksregierungen gestellt werden.
Weitere Informationen gibt es hier.

 

Finanzielle Unterstützung

Am 3. Juni 2020 hat der Koalitionsausschuss die Grundzüge für die Corona-Überbrückungshilfe festgelegt. Am 12. Juni 2020 wurden dann die Eckpunkte „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ durch das Bundeskabinett beschlossen. Das Bundeskabinett folgte damit dem gemeinsamen Vorschlag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesfinanzministeriums.

Überbrückungshilfe II

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von vier Monaten (September bis Dezember 2020 kann nun bis zum 31. März 2021 beantragt werden), welches zum Ziel hat, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt.

Weiterführende Informationen gibt es hier: https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

Zudem gibt es die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe

Die November- und Dezemberhilfe sind Unterstützungsangebote für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den am 28. Oktober 2020 beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Sie bieten eine zentrale Unterstützung in Form einer anteiligen Umsatzerstattung.

Rückmeldeverfahren der Soforthilfe

Die Abrechnung der Soforthilfe soll im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit. Viele Soforthilfe-Empfängerinnen und -Empfänger äußern jedoch auch den Wunsch, bald abzurechnen, um die Rückzahlung noch in diesem Jahr verbuchen und steuerlich geltend machen zu können.
Anfang Dezember erhalten daher alle Soforthilfe-Empfänger eine Mail von der E-Mailadresse noreply@soforthilfe-corona.nrw.de, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält mit einem Klick Zugriff auf die sog. Berechnungshilfe sowie das Rückmelde-Formular. Alle anderen brauchen zunächst einmal nichts weiter zu unternehmen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

 

Grundsicherung

Für einzelne Branchen führen die Maßnahmen zur Vermeidung des Coronavirus dazu, dass Menschen vorübergehend erhebliche Einkommenseinbußen erfahren. Dies kann alle Erwerbstätigen betreffen, insbesondere aber Kleinunternehmer und sogenannte Solo-Selbständige.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGBII) sichert den Lebensunterhalt, wenn keine vorrangigen Hilfen greifen. Diese Leistungen sollen schnell und unbürokratisch zugänglich gemacht werden. Es soll niemand aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise in existenzielle Not geraten. Im Einzelnen sind für Bewilligungszeiträume vom 1. März 2020 bis 30.Juni 2020 vorgesehen:

  • eine befristete Aussetzung der Berücksichtigung von Vermögen,
  • eine befristete Anerkennung der tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung als angemessen und
  • Erleichterungen bei der Berücksichtigung von Einkommen in Fällen einer vorläufigen Entscheidung.

Die Bundesregierung kann den Zeitraum für die erleichterten Bedingungen durch Rechtsverordnung bis zum 31.Dezember 2020 verlängern. Die Jobcenter werden durch die Möglichkeit entlastet, Weiterbewilligungen auch ohne Antrag vorzunehmen.

Liquiditätssicherung: "Rettungspakete"

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen öffentliche Finanzierungsangebote zu der Bürgschaftsbank NRW zur Verfügung. Auf der Internetseite www.bb-nrw.de finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner. Hotline: 02131/5107-200

Für allgemeine Informationen hilft auch die landeseigene Förderbank NRW BANK weiter; das Service-Center erreichen Sie unter: 0211/91741 4800

Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten. Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch Ihre Hausbank.

Auf den Internetseiten des Wirtschaftsministeriums NRW finden Sie Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen sowie eine Übersicht der Finanzierungsinstrumente.

KfW-Kredite
Informationen zu KfW-Corona-Hilfen (Kredite für Unternehmen) finden sich hier:

KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern

Gilt erst ab 10 Mitarbeitern und ist ab dem 15.04.2020 zu beantragen.

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen -auch Freiberufler- bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht die Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

  •  für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

 KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Unternehmen-erweitern-festigen/Finanzierungsangebote/KfW-Unternehmerkredit-Fremdkapital-(037-047)/

  • KfW-Corona-Hilfe für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 1 Mrd. Euro
  • Bis zu 5 Jahre Zeit für die Rückzahlung, im 1. Jahr keine Tilgung
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW

KfW-Gründerkredit - Universell für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/F%C3%B6rderprodukte/ERP-Gr%C3%BCnderkredit-Universell-(073_074_075_076)/

  •  KfW-Corona-Hilfe für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 1 Mrd. Euro
  • Bis zu 5 Jahre Zeit für die Rückzahlung, im 1. Jahr keine Tilgung
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW

Für die Kreditvarianten gilt folgender Ablauf:

  • Antrag vorbereiten
    Sie beantragen den Kredit nicht direkt bei der KfW, sondern bei Ihrer Bank.
  • Finanzierungspartner finden
    Bevor Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen, sprechen Sie mit Ihrer Bank oder einem Finanzierungspartner Ihrer Wahl.
  • Kredit beantragen
    Das übernimmt Ihr Finanzierungspartner für Sie.
  • Antragsprüfung
    Die KfW prüft die Unterlagen und entscheidet über die Förderung.
  • Kreditvertrag abschließen und starten

Steuererleichterungen

Freiberufler können bis zum 31. Dezember 2020 Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern stellen. Auch die Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer können auf Antrag angepasst werden. Die vereinfachte Stundungsregelung gilt nur für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer.

In begründeten Ausnahmefällen kann auch die Lohnsteuer gestundet werden, ggf. wird dies auch der Regelfall. Soweit es durch die sog. Corona-Krise zu Verspätungen bei der Abgabe von Steueranmeldungen kommen sollte, sind die Finanzämter gebeten worden, etwaige Verspätungszuschläge zu erlassen. Anträge sind an das zuständige Finanzamt zu stellen.

Die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge wird abgeschafft. Damit müssten alle Arbeitgeber in Deutschland die Sozialbeiträge für ihre Mitarbeiter nicht mehr im laufenden, sondern erst im Folgemonat abführen.

Mieterschutz

Das Recht der Vermieter, Miet- und Pachtverhältnisse über Räume oder Grundstücke wegen Zahlungsrückständen zu kündigen, wird für den Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 eingeschränkt. Die Einschränkung gilt nur für Fälle, in denen die Rückstände auf den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Epedemie beruhen.

Weiter Informationen erhalten Sie hier.

Ansprüche auf Ersatz des Verdienstausfalls für Arbeitnehmer und Selbständige

Hier finden Sie Fragen und Antworten zu den Entschädigungsansprüchen nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).

Ausbildungsprämie 

Nachdem das Bundeskabinett im Juni die Ausbildungsprämie (als Teil der Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“) beschlossen hat, sind am 31.07.2020 die dazugehörigen Förderrichtlinien bekannt gegeben worden (s.u.). Bei Aufrechterhaltung der durchschnittlichen Anzahl von Ausbildungsplätze erhalten Ausbildungsbetriebe für neueingestellte Azubis ab 01.08.2020 eine Prämie von 2.000 €; für darüberhinausgehende Ausbildungsstellen sogar 3.000 €; beides jedoch erst nach erfolgreich absolvierter Probezeit. Voraussetzung: Während der Corona-Krise wurde im ersten Halbjahr 2020 mind. einen Monat Kurzarbeit gemacht oder es lag ein größerer Umsatzeinbruch im April + Mail 2020 (mind. - 60 %) vor.

 Weitere Informationen gibtes unter:

Ausbildungsplatzförderung erweitert bzw. verlängert

Das Bundesförderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umfasst 4 Unterstützungsbereiche, um die wirtschaftlichen und berufspolitischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abzumildern:

  • Ausbildungsprämie (für die Beibehaltung der Anzahl der Ausbildungsplätze),
  • Ausbildungsprämie plus (für ein Mehr an Ausbildungsplätzen),
  • Ausbildungsvergütungszuschuss bei Ausbildungsfortsetzung trotz Kurzarbeit und die
  • Prämie für Azubi-Übernahmen (aus insolventen Ausbildungsbetrieben).

Diese Fördermaßnahmen sind per 11.12.2020 wie folgt erweitert worden:

Zu Nr. 1 + 2: Ausbildungsbetriebe werden künftig auch mit Ausbildungsprämie gefördert, wenn sie von April bis Dezember 2020 in 2 zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mind. 50 % oder in 5 zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mind. 30 % gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mind. 60 % im April und Mai 2020 gegenüber Vorjahr) oder Kurzarbeit im 2. Halbjahr 2020 gemacht haben (bisher: nur wenn im  1. Halbjahr 2020). Des Weiteren werden Berufsausbildungen, die zwischen dem 24.06 2020 (Datum Kabinettbeschlusses zu Förderprogrammeckpunkten) und dem 31.07 2020 begonnen haben, auch berücksichtigt.

Zu Nr. 3: Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit bei Auszubildenden werden bei einem betrieblichen Arbeitsausfall von mind. 50 % bis einschl. Juni 2021 gezahlt (bisher einschl. Dezember 2020).

Die Änderungen gelten auch rückwirkend, d.h. Anträge auf Förderungen können innerhalb von 3 Monaten für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, aber jetzt von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt wurde.

Nähere Informationen finden Sie unter:

Unter der Corona-Pandemie ist manches anders. Auch beim Zahnarzt. Die Versorgung aber ist sichergestellt!

Selbstverständlich sind die Zahnärzte auch in dieser schwierigen Zeit an der Seite ihrer Patientinnen und Patienten. Diese können sich mit ihren Anliegen vertrauensvoll an ihren Zahnarzt wenden.

Der Zahnarzt ist aufgrund des ohnehin sehr hohen Hygienestandards seiner Praxis auch in dieser Zeit in der Lage, Behandlungen in gewohnter Qualität und Sicherheit durchzuführen. Die Zahnärzte und deren Mitarbeiterinnen tragen schon immer Schutzmasken, Brillen und Handschuhe. Alle Instrumente werden sterilisiert und frisch aufgelegt, der Behandlungsraum sorgfältig desinfiziert. Kein Patient muss sich Sorgen machen, er könne sich in einer Zahnarztpraxis infizieren. Im Rahmen der vorherigen telefonischen Anmeldung wird der Zahnarzt und sein Team den Patientinnen und Patienten mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen das Erforderliche erklären. So wird auch verhindert, dass sich zu viele Patienten gleichzeitig in der Praxis aufhalten. Zwischen Patient und Zahnarzt werden die notwendigen Behandlungen geklärt.

Gerade jetzt gilt es, durch rechtzeitiges Eingreifen größeren Schäden für die Mund- und Zahngesundheit der Patienten vorzubeugen. Und natürlich werden alle Schmerz – und Notfälle behandelt.

Patienten mit Covid19-Infektion oder Covid19-Verdacht wenden sich bitte bei Beschwerden frühzeitig während der Sprechzeiten zuerst an ihren Zahnarzt. Er wird sie dann nach Überprüfung der Umstände an speziell eingerichtete Praxen und Zentren weiterleiten.

Wir arbeiten auch jetzt für die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten.

Auf die Zahnärztinnen und Zahnärzte ist in dieser Krisenlage Verlass!

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