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Sind Sie angestellt zahnärztlich tätig? Dann ist der Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung für Sie von Bedeutung.

Zum Hintergrund:

Neben der Versicherungspflicht im Versorgungswerk besteht für alle Beschäftigten, auch für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte, grundsätzlich auch Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Als Pflichtmitglied des Versorgungswerkes werden angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte auf Antrag von der Angestelltenversicherungspflicht gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI befreit.

Erneuter Antrag bei Arbeitgeberwechsel

Die Deutsche Rentenversicherung hat seit einem aktuellen Urteil des Bundessozialgerichts ihre Praxis beim Befreiungsrecht für berufsständisch Versicherte geändert. Zahnärztinnen und Zahnärzte, die im Angestelltenverhältnis tätig sind, müssen nunmehr bei jedem Wechsel der Beschäftigung einen Antrag auf Befreiung in der gesetzlichen Rentenversicherung stellen.

In der Vergangenheit hatte nach der Handhabung der Deutschen Rentenversicherung eine einmal erteilte Befreiung auch bei einem Arbeitgeberwechsel ihre Gültigkeit behalten, sofern es sich weiterhin um eine zahnärztliche Tätigkeit handelte. Das Bundessozialgericht sieht jedoch die Befreiung auf die jeweilige Beschäftigung begrenzt. Wird die Beschäftigung aufgegeben, endet die Wirkung der Befreiung.

Wesentliche Änderung der Tätigkeit

Die Deutsche Rentenversicherung hält einen erneuten Antrag auf Befreiung im Übrigen auch dann für erforderlich, wenn sich bei demselben Arbeitgeber das Aufgabenfeld wesentlich ändert. Was genau unter „wesentliche Änderung des Tätigkeitsfeldes" zu verstehen ist, dazu gibt es noch keine fest umrissenen Kriterien. Es bleibt wohl die Konkretisierung durch die Verwaltungspraxis und die Rechtsprechung abzuwarten. Die Deutsche Rentenversicherung zählt aber zum Beispiel den Wechsel eines Arztes im Krankenhaus von einer Station auf die andere oder vom Stationsarzt zum Oberarzt nicht als wesentliche Änderung.

Antragsverfahren:

Sollten Sie sich von der Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung befreien lassen wollen, senden Sie den Antrag umgehend an uns zurück, da die Befreiung von der Beitragspflicht in der Deutschen Rentenversicherung Bund nur dann bereits ab Tätigkeitsbeginn ausgesprochen wird, wenn der Befreiungsantrag innerhalb von 3 Monaten nach Aufnahme der zahnärztlichen Tätigkeit beim Versorgungswerk vorliegt. Nach Ablauf der 3 Monate kann die Befreiung erst mit dem Eingang des Antrags wirken. Wir leiten den Antrag an die Deutsche Rentenversicherung Bund weiter. Den Befreiungsbescheid erhalten Sie direkt von dort.

Wer weiterhin in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein möchte, etwa um dort die fünfjährige Wartezeit zu erfüllen, kann für den Zeitraum der doppelten Mitgliedschaft beim VZWL auf schriftlichen Antrag den Mindestbeitrag entrichten.

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