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Was ist Parodontitis?


Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodont). Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen und wird verursacht durch Bakterien und durch sie verursachte Entzündungsreaktion. Durch diese chronische Entzündung wird der Kieferknochen zerstört, wodurch es bei fortgeschrittener Erkrankung zu Zahnverlust kommt.

Seltene, besonders aggressive Formen der Parodontitis führen allerdings unbehandelt schon bei jungen Erwachsenen zu Zahnverlust. Meistens verläuft die Erkrankung vom Patienten unbemerkt schleichend über viele Jahre, bis sich dann Zähne lockern und fortschreitender Zahnverlust auftritt. Durch regelmäßige Untersuchungen kann die Parodontitis frühzeitig erkannt werden. Eine zeitnahe anschließende Behandlung lässt die Entzündung abklingen und vermeidet mögliche Zahnverluste.

Eine Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Diese ist in der Regel nicht schmerzhaft. Es besteht meist eine erhöhte Neigung zu Zahnfleischbluten. Auch kann das Zahnfleisch geschwollen sein. An den Zähnen sehen Sie oft Zahnbelag und Zahnstein. Außer gelegentlich blutendem Zahnfleisch treten evtl. auf: Mundgeruch, Änderung der Zahnstellung, "länger" werdende und gelockerte Zähne sowie gelegentlich Schmerzen.

 

Was sind die Ursachen einer Parodontitis?


Die gesunde menschliche Mundhöhle wird von ca. 1.000 Arten von Bakterien besiedelt. Die meisten davon sind harmlos. Gingivitis oder Parodontitis entwickeln sich, wenn durch unzureichende Zahnreinigung die Menge der Bakterien zunimmt. Dann können gefährliche Arten vermehrt auftreten. Auch kann der Körper in seiner natürlichen Abwehr geschwächt sein.

Ursache für eine Parodontitis ist immer die Ansammlung von Bakterien in Form eines Biofilms. Unter Biofilm ist ein Zahnbelag zu verstehen, in dem sich Bakterien eng zusammen geschichtet haben und zusammen arbeiten. Er haftet fest an der Zahn- und Wurzeloberfläche. In diesem Zustand werden die Bakterien für Ihr Zahnfleisch aggressiv. Ohne Beläge kann weder eine Gingivitis noch eine Parodontitis entstehen. Wird der zunächst weiche Belag bei der Zahnpflege nicht entfernt, kann er sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verfestigen: Es entsteht Zahnstein.

 

Welches sind die Folgen einer Parodontitis?

Wird die Entzündung nicht gestoppt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen und schubweise zu dessen Abbau führen. Über Zahnlockerung kommt es zum Zahnverlust. Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust mit all seinen Konsequenzen. Auch bei Zahnimplantaten treten durch die gleiche Erkrankung (dann Periimplantitis genannt) Verluste auf. Deshalb können verloren gegangene Zähne nur in einem parodontal sanierten Gebiss durch Implantate ersetzt werden. Sonst ist der Misserfolg vorprogrammiert! Weitere Folgen einer unbehandelten Parodontitis können ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft (Präeklampsie, Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht) sowie ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes sein.

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