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Menschen mit Beeinträchtigungen haben in gleicher Weise Anspruch auf Teilhabe an der zahnmedizinischen Versorgung wie andere Patienten auch. Häufig können Patienten mit Beeinträchtigungen infolge Immobilität nicht oder nur sehr bedingt unsere Praxen aufsuchen. So werden Kontrolluntersuchungen und prophylaktische Maßnahmen seltener oder gar nicht mehr durchgeführt. Eine zunehmende Verschlechterung der Befundsituation ist dann unausweichlich.

Das Konzept zur Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung sieht vor, dass Zahnärzte sich mit den Patienten, den Angehörigen und den Mitarbeitern der Pflege darum bemühen, einen Besuch in der Praxis auch zu Kontrollen wieder zu organisieren.
Wo das nicht möglich ist, sind wir Zahnärzte gefordert, vor Ort beim Patienten einen Übersichtsbefund zu erstellen. Optimal bei Anwesenheit einer Bezugsperson und ggf. des Mitarbeiters der Pflege kann dann mit dem Patienten entschieden werden, wo der Befund angemessen behandelt wird:

- in der Praxis, ggf. mit besonderen Transportmitteln
- in der oral- oder kieferchirurgischen Praxis
- in einer stationären Einrichtung
- oder ggf. unter Hinzuziehung eines apparativ ausgestatteten Zahnarztes in der häuslichen Umgebung

Bei der Gelegenheit soll für den Pflegedienst eine Pflegeanweisung (Formblatt) erstellt werden, damit die Mundhygienesituation optimiert werden kann. Ein Wiedervorstellungstermin für einen Kontrollbefund ist abzustimmen. Das sind Leistungen, die grundsätzlich jeder Kollege erbringen kann und muss. Sie sind Bestandteil der Approbation und Teil des Sicherstellungsauftrages der vertragszahnärztlichen Versorgung.
Wo Kenntnisse aufgefrischt werden sollen, bieten sich entsprechende Fortbildungen an.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie mit einer Einrichtung der stationären Pflege einen Kooperationsvertrag vereinbaren können. Gerne informieren und beraten wir Sie dazu. Außerdem stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne eine Übersicht der stationären Pflegeeinrichtungen in Ihrer Umgebung zusammen, die noch nicht im Rahmen eines Kooperationsvertrages versorgt werden. Wenden Sie sich hierzu bitte an Frau Krause (Tel.: 0251-507-370).

Für die Koordination vor Ort steht ein Mitglied des Bezirksstellenvorstandes (Beauftragter für die Behandlung von Menschen mit Beeinträchtigungen) zur Verfügung.
Alle weiteren Fragen können mit der gemeinsamen Servicestelle von Kammer und KZV in Münster geklärt werden.

Zahnmedizinische Versorgung bedeutet Zugang zur Versorgung für alle Menschen.

Dr. Wilfried Beckmann (Vorstandsreferent der ZÄKWL)
Dr. Holger Seib (Vorstandsvorsitzender der KZVWL)

 

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