Münster, 07. Juli 2020

 

 

Seit dem 08. April 2020 kann bei Privatpatienten zur Abgeltung der aufgrund der COVID-19-Pandemie deutlich erhöhten Kosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel etc. die Gebührenziffer 3010 analog zum 2,3fachen Satz, je Sitzung, zum Ansatz gebracht werden. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat sich mit dem PKV-Verband und der Beihilfe von Bund und Ländern verständigt, die ursprünglich bis zum 31. Juli befristete Regelung um zwei Monate bis zum 30. September 2020 auszuweiten.


Auszug aus der Pressemitteilung vom 06.07.2020 der BZÄK:
„Um das Risiko einer Coronavirus-Übertragung soweit wie möglich zu minimieren, sorgen Zahnärzte mit einem hohen und kostenintensiven Hygieneaufwand für den Schutz ihrer Patienten und Mitarbeiter. Mit ihrer schnellen und unbürokratischen Verlängerung der Hygienepauschale helfen BZÄK, PKV-Verband und Beihilfe den Praxen bei ihrem hohen Aufwand und demonstrieren eindrucksvoll, dass das System jenseits der GKV funktioniert.
Auch wenn gelungen ist, die pandemische Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sind die Infektionsgefahr und damit die Notwendigkeit zur Wachsamkeit unvermindert hoch. Die abflachende Infektionskurve ist für die Zahnärzte kein Anlass, ihren Hygieneaufwand zurückzufahren, sie ist vielmehr Ansporn, das offensichtlich Bewährte fortzuführen“, so Dr. Peter Engel, Präsident der BZÄK.

Die dazugehörige Pressemitteilung der BZÄK finden Sie unter: https://www.bzaek.de/presse/presseinformationen/presseinformation/corona-hygienepauschale-bis-herbst-verlaengert.html

Aus gegebenem Anlass weisen wir daraufhin, dass bei der Hygienepauschale tarifliche Obergrenzen der Versicherungsverträge im Einzelfall einer Erstattung durch die Versicherungen der PKV entgegenstehen können.