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Münster, 14. Januar 2020

Impfschutz gegen Masern wird verpflichtend

Das Masernschutzgesetz, das am 14. November 2019 in 2./3. Lesung im Bundestag beschlossen und am 20. Dezember 2019 durch den Bundesrat gebilligt wurde, wird am 01.03.2020 in Kraft treten.

Masern ist keine „harmlose Kinder-Krankheit". Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. 2019 wurden in Deutschland bis Mitte Oktober bereits 501 Fälle registriert. Eine Maserninfektion bringen häufig Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich. Dazu gehört im schlimmsten Fall eine tödlich verlaufende Gehirnentzündung.

Trotz aller Aufklärungskampagnen sind die Impflücken bei Masern in Deutschland aber weiterhin zu groß, wie aus neuen Auswertungen des Robert Koch Instituts zu Impfquoten hervor geht.

Den besten Schutz vor Masern bieten Impfungen. Sie sorgen für eine lebenslange Immunität. Nicht geimpft zu sein birgt nicht nur das Risiko der Infektion und die Gefahr für die eigene Gesundheit, sondern erhöht das Risiko für die Personen, die z.B. aufgrund ihres Alters oder besonderer gesundheitlicher Einschränkungen nicht geimpft werden können. Deshalb muss die Impflicht laut dem Bundesministerium für Gesundheit möglichst früh und da ansetzen, wo Menschen täglich in engen Kontakt miteinander kommen. Das verfolgte Ziel auf Bundesebene ist eine Impfquote von 95 Prozent.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Mitarbeiter in „Sammel- und Gesundheitseinrichtungen“ eine vollständige Masernimpfung nachweisen können. Vollständig bedeutet, dass zwei Impfungen erforderlich sind.

Bei der Regelung werden folgende Fallunterscheidungen für das Personal in Zahnarztpraxen relevant:

- bei Neueinstellung ab dem 01.03.2020 muss der Mitarbeiter einen vollständigen Impfschutz bzw. Immunität gegen Masern nachweisen. Als Nachweis gilt der Impfpass oder eine ärztliche Impfbescheinigung.

- für Beschäftigte endet die Nachweisfrist am 31.07.2021.

- ausgenommen sind Mitarbeiter, die vor 1971 geboren sind oder Mitarbeiter mit medizinischen Kontraindikationen. Ebenfalls ausgenommen sind diejenigen, die die Krankheit bereits nachgewiesenermaßen (ärztliches Attest) durchlitten haben.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht.html

Kontakt:

BuS-Dienst / Betriebsarzt

Dr. Karsten Schilder, Facharzt für Arbeitsmedizin

T:0251 / 507-534

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