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Münster, 04. Oktober 2018

Der Regelungsvorschlag zum Thema MVZ, den die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) unterbreitet haben, ist im Regierungsentwurf nicht aufgegriffen worden. Umso mehr muss nun das weitere Gesetzgebungsverfahren im Blick sein, um eine versorgungspolitisch sinnvolle Ausrichtung der MVZ zu erreichen.

Das weitere Gesetzgebungsverfahren zum TSVG gestaltet sich voraussichtlich wie folgt:

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Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL) sieht versorgungspolitische Fehlentwicklungen, die auch die berufliche Zukunft der Zahnärzte in Westfalen-Lippe gefährden. Konkret geht es dabei um das Eindringen fachfremder Groß- und Finanzinvestoren in die vertragszahnärztliche Versorgung (wir berichteten umfangreich im ZBWL 4/18).

Getrieben von der Aussicht auf hohe Renditen gründen und betreiben diese Kapitalgeber reine Zahnarzt-MVZ. Der Ausverkauf der zahnmedizinischen Versorgung hat also begonnen und muss gestoppt werden! Wenn diese Entwicklung nicht hier und jetzt aufgehalten wird, dann lässt sich die wohnortnahe, flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten langfristig nicht mehr sicherstellen. Die KZVWL hat sich in dieser Thematik bereits im Juni an Bundesgesundheitsminister Spahn mit einem offenen Brief gewandt, die 1200 unterstützenden Rückmeldungen unserer Mitglieder darauf wurden ihm übersandt. Zweimal wurde uns schriftlich von ihm versichert , man nehme unsere Sorgen ernst und prüfe alle Optionen. Nachdem der Gesetzentwurf jetzt doch keine entsprechenden Regelungen enthält, muss dieses Thema noch breiter in der Politik gesetzt werden.

Hier finden Sie einen Textvorschlag, welcher mit geringem Zeitaufwand als E-Mail an Bundestagsabgeordnete des eigenen Wahlkreises versandt werden kann. Die Abgeordneten der einzelnen Wahlkreise sind hier zu finden.

Derzeit befindet sich mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) auf Bundesebene ein Gesetzentwurf zur zahnärztlichen und ärztlichen Versorgung in der Abstimmung, der unter anderem auch das Thema MVZ adressiert. Ein zeitnahes Engagement in dieser Sache ist also ebenso zielführend wie hilfreich.

Für eine sichere Zukunft als Vertragszahnarzt und für eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung aller Patienten.

Musteranschreiben

Textvorschlag zum Versand an Wahlkreis (docx)

Textvorschlag zum Versand an Wahlkreis (pdf)

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